PETAs Stadien-Ranking 2026: Hertha BSC lässt Union im Berlin-Derby klar hinter sich – neues Bewertungssystem berücksichtigt erstmals Stadionkapazität 

Stadienranking 2026 1-16

Die neue Saison steht kurz bevor – doch auf den Stadiontellern ist der Sieger bereits gekürt. Zum 16. Mal hat PETA in ihrem Stadien-Ranking das vegane Speisenangebot in den Fußballstadien der Bundesliga und der 2. Liga bewertet – erstmals nach einem weiterentwickelten Bewertungssystem, das auch die Stadionkapazität berücksichtigt. Aus dem Berliner Derby geht dabei ein klarer Sieger hervor: Während Hertha BSC mit dem neunten Tabellenplatz oben im Ranking mitspielt, landet der 1. FC Union Berlin auf dem 26. Rang. Den Titel als vegan-freundlichstes Stadion 2026 sichert sich erneut der FC Schalke 04 mit der VELTINS-Arena. 

„Fußball verbindet Millionen Menschen und immer mehr Fans legen Wert auf ein vielfältiges pflanzliches Speisenangebot im Stadion – egal, welches Team sie unterstützen. Unser Ranking zeigt, welche Stadien diesen Erwartungen bereits gerecht werden und wo noch Nachholbedarf besteht“, so Tobias Schalyo, Corporate Engagement Manager bei PETA. „Ein gutes veganes Angebot gehört längst zu einer zeitgemäßen Stadiongastronomie. Jetzt sind die Vereine gefragt, pflanzliche Gerichte für alle Gäste zur Selbstverständlichkeit zu machen.“  

Olympiastadion Berlin bietet vielfältiges Angebot 

Durch das neue Bewertungssystem konnte sich Hertha BSC um einen Rang verbessern. Mit einem Ranking-Score von 41,23 Punkten sichert sich das Olympiastadion Platz neun und liegt damit weit vor dem Lokalrivalen 1. FC Union Berlin. Bis zu 73.856 Fans können in diesem Stadion aus einem vielfältigen veganen Angebot wählen. Unter anderem gibt es Channa Masala, Vada Pav, Kürbisbrezeln und Burger – natürlich alles rein pflanzlich!  

Stadion An der Alten Försterei mit ausbaufähigem Angebot 

Während Hertha BSC vom neuen Bewertungssystem profitiert, stürzt der 1. FC Union Berlin von Rang 20 im Vorjahr auf den 26. Tabellenplatz ab. Mit einem Ranking-Score von 18,64 Punkten trennen die beiden Clubs über 20 Punkte. Im Stadion An der Alten Försterei können bis zu 22.012 Fans zumindest bei Pita mit Tofu in pikant oder mild, Pommes und Brezel tierfreundlich satt werden.   

Eine Übersicht aller veganen Speisen der teilnehmenden Vereine findet sich hier. Das pflanzliche Angebot speziell für den Gästebereich der Stadien ist hier zu finden. 

Neues Bewertungssystem

Für das Stadien-Ranking 2026 hat PETA ihr Bewertungssystem weiterentwickelt. Dafür befragte die Tierrechtsorganisation die Vereine der 1. und 2. Fußball-Bundesliga zum veganen Angebot und erfasste in diesem Jahr zudem die Speisen im Gästebereich. Erstmals wurde auch die Stadionkapazität berücksichtigt. Die Platzierung basiert auf einem Ranking-Score, der sich aus zwei Faktoren zusammensetzt. Zu 70 Prozent floss die erreichte Gesamtpunktzahl des pflanzlichen Speisenangebots in die Bewertung ein. Die übrigen 30 Prozent ergeben sich aus der Anzahl der erreichten Punkte pro 10.000 Stadionplätze. 

Die angebotenen Speisen wurden für die Bewertung zudem unterschiedlich gewichtet. Einfache Snacks wie Pommes frites oder Brezeln erhielten jeweils einen Punkt, höherwertige Gerichte wie vegane Burger, Hot Dogs oder Currywurst wurden mit jeweils drei Punkten bewertet. Chips, Eis, Popcorn oder Schokoriegel sowie Getränke wurden nicht berücksichtigt.   

Stadienranking 2026 1-16
Stadienranking 2026 17-31

Die Abschlusstabelle der vegan-freundlichsten Stadien der 1. und 2. Fußball-Bundesliga / © PETA Deutschland e.V. 

Die Motive stehen Ihnen für die redaktionelle Berichterstattung hier zum Download zur Verfügung. 

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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