Ende Juli erreichte PETA eine Whistleblower-Meldung zu einem Pferdehalter in Uetze. Auf einem Video ist zu sehen, wie der Mann mehrfach mit einem langen Holzstab auf ein Pferd einschlägt. Ein zweites Video zeigt, wie das Pferd offenbar galoppierend versucht, dem Mann zu entkommen. Von dem Whistleblower darauf angesprochen habe der Pferdehalter behauptet, dass er dies nur tue, um das Tier zu bewegen. Er habe außerdem geäußert, dass der Tierschutz schon öfter bei ihm gewesen sei. Der Whistleblower habe nach eigenen Angaben die Polizei verständigt und selbst Strafanzeige gegen den Pferdehalter erstattet. Auch weitere Pferde auf dem Grundstück seien laut seinen Angaben nicht tiergerecht gehalten worden – es fehle ihnen an ausreichendem Auslauf, und das Gehege sei in einem katastrophalen Zustand. PETA plant nun ebenfalls eine Strafanzeige gegen den Mann und fordert ein Tierhalte- und Betreuungsverbot.
„Nicht selten erleben wir Misshandlungen im Umgang mit Pferden, bei denen auch tierquälerisches Zubehör zum Einsatz kommt. Die betroffenen Tiere leiden unter Zwang, Druck und Gewalt. Die offensichtliche Brutalität des Halters in diesem Fall macht sprachlos“, so Jana Hoger, Fachreferentin bei PETA. „Diese Tierquälerei muss umgehend beendet werden. Ein Tierhalte- und Betreuungsverbot ist dringend notwendig, um die Tiere vor dem gewalttätigen Mann zu schützen.“
Pferde sind sensible und soziale Lebewesen mit komplexen Bedürfnissen an Haltung und Umgang. Dazu gehört ein von Vertrauen und Respekt geprägter Umgang. Eine enge Beziehung entsteht dabei nicht durch das Reiten, sondern beispielsweise über gemeinsame Bodenarbeit, Spaziergänge und spielerische Übungen. Dies ermöglicht eine liebevolle Beziehung auf Augenhöhe. Darüber hinaus sind Halter, Züchter und Stalleigentümer in der Pflicht, Pferden ein möglichst artgerechtes Leben zu ermöglichen. Dazu gehört auch, sie nicht alleine zu halten, sondern ihnen die Möglichkeit zu geben, sich gemeinsam mit anderen Pferden frei auf einer Weide zu bewegen.
Wer Missstände oder Tierquälerei beobachtet, kann sich über ein Formular bei der PETA melden – auch anonym.

Dieses und ein weiteres Foto können hier heruntergeladen und für die Berichterstattung verwendet werden.
Videomaterial stellen wir auf Anfrage zur Verfügung.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
