Rassenwahn: Falsch bei Menschen, falsch bei Tieren! PETA übt scharfe Kritik an der „Rassehunde-Ausstellung“ Doppel-CACIB des VDH Landesverbands Sachsen e.V., die am kommenden Wochenende in Leipzig stattfindet. Derartige Veranstaltungen verleiten Menschen dazu, gezüchtete Tiere zu kaufen, während allein in deutschen Tierheimen tausende Vierbeiner auf ein neues Zuhause warten. PETA betont, dass Hunde sensible Lebewesen sind, die als Familienmitglieder gesehen werden sollten und nicht zu Ausstellungsobjekten degradiert werden dürfen.
„Verbände, die Hunde gezielt nach extremen Schönheitsidealen züchten, nehmen bewusst in Kauf, dass viele Tiere ihr Leben lang unter gesundheitlichen Problemen leiden. Ausstellungen wie in Leipzig feiern häufig genau jene Merkmale, die Atemnot, Augenleiden, Gelenkprobleme oder chronische Schmerzen verursachen“, so Jana Hoger, Fachreferentin bei PETA. „Während deutsche Tierheime massiv überfüllt sind, werden weiterhin Hunde für fragwürdige Zuchtziele produziert und zur Schau gestellt. Wer die Tiere wirklich schützen will, sollte ihre Gesundheit fördern statt Qualzuchten auszuzeichnen.“
Seit 2022 Ausstellungsverbot für qualgezüchtete Hunde
Der Paragraf § 17 Nr. 2 lit. b) des Tierschutzgesetzes verbietet die quälerische Tiermisshandlung. Der „Qualzuchtparagraf“ Paragraf 11b des Tierschutzgesetzes verbietet die Zucht von Tieren, wenn deren Merkmale zu Schäden und erheblichen Leiden bei den Tieren oder deren Nachkommen führen. Seit 2022 untersagt der zehnte Paragraf der Tierschutz-Hundeverordnung das Ausstellen von Hunden mit Qualzuchtmerkmalen. Dennoch werden Tiere mit offensichtlichen Qualzuchtmerkmalen auf Ausstellungen weiterhin präsentiert.
Zucht führt häufig zu Gesundheitsproblemen und verschärft die Situation in Tierheimen
Da das äußere Erscheinungsbild der Tiere im Vordergrund steht, leiden zahlreiche sogenannte Rassehunde lebenslang an gesundheitlichen Problemen. Beispielsweise haben französische Bulldoggen häufig Atembeschwerden und Anomalien der Wirbelsäule. Schäferhunde erkranken oft an Hüftgelenksdysplasien, und Cocker Spaniel an chronischer Bindehautentzündung.
In deutschen Haushalten leben bereits rund 33,4 Millionen sogenannte Haustiere, darunter 10 Millionen Hunde. [1] Um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“ zu befriedigen, vermehren Züchter die Tiere weiterhin. Dabei warten allein in Deutschland jährlich Hunderttausende Tiere im Tierheim auf ein Zuhause. 25 bis 30 Prozent von ihnen bleiben dort ein Jahr oder länger. PETA appelliert daher an alle Menschen, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Heim ein Zuhause zu schenken.

Das druckfähige Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
