Saerbeck: Vier tote Katzenbabys in Altkleidercontainer gefunden – PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise

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Grausamer Fund: Laut einem Medienbericht fand ein Zeuge am Dienstag gegen 09:30 Uhr vier tote Katzenbabys in einem Altkleidercontainer in Saerbeck. Der öffentlich zugängliche Container steht an der Ecke Am Schulkamp/Boschstraße. Die Tierkinder lagen unter mehreren Säcken mit Kleidung. Da der Container vier Tage zuvor geleert wurde, geht man davon aus, dass die Tiere kurz danach dort zurückgelassen wurden. Ob sie zu diesem Zeitpunkt noch lebten und durch das Gewicht der Kleidung starben, ist unklar. Die Polizei ermittelt und nimmt unter der Telefonnummer 02572/93064415 Hinweise entgegen. Besonders wichtig sind Beobachtungen zu einer Katze, die vor kurzem schwanger war und plötzlich ohne ihre Babys gesehen wurde.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich entweder bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Die Katzenbabys müssen Furchtbares erlebt haben“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Es muss alles getan werden, um die verantwortliche Person schnellstmöglich zu finden und zu stoppen, bevor weitere Tiere oder Menschen zu Schaden kommen.“

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistungen unterlassen.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf.

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