Schuldirektorin in Österreich für Tierrechtsbildung öffentlich diskreditiert

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Die Direktorin der Volksschule Ohlsdorf wurde vom Landesjagdverband Oberösterreich und weiteren Interessensgruppen harsch kritisiert, weil sie Unterrichtsmaterialien von PETAKids genutzt hatte. Die so ausgelöste öffentliche Debatte wurde durch eine einseitige Berichterstattung befeuert, bei der auch die Tierrechtsorganisation PETA mit unwahren Behauptungen verunglimpft wurde. Zudem sprach sich die Landeshauptmann-Stellvertreterin von Oberösterreich, Christine Haberlander, gegen das Material von PETAKids und für Bildungsangebote durch den Jagdverband aus. PETA hat Bildungsminister ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Martin Polaschek und den oberösterreichischen Bildungsdirektor Dr. Al­fred Klamp­fer in einem Brief gebeten, sich für unabhängige Tierschutzbildung auszusprechen. PETA zufolge sollte Lehrkräften nicht der Eindruck vermittelt werden, dass sie den gesellschaftlichen Umgang mit Tieren nicht kontrovers diskutieren dürften.

„Wir sind zutiefst erschüttert über den unsachlichen und tierfeindlichen Diskurs in Oberösterreich“, so Mareike Homann, Fachreferentin für PETAKids bei PETA Deutschland e.V. „Frau Haberlander ist selbst Jägerin und offensichtlich befangen. Sie scheint sich nur für die Interessen der Jagdverbände und nicht für die Interessen von Schulen und Kindern einzusetzen. Es ist an Zynismus kaum zu überbieten, dass tierquälerische Lobbygruppierungen von Jägern und Bauern Stimmung gegen fundiertes Unterrichtsmaterial von PETAKids machen. Damit junge Menschen komplexe Fragen und Probleme kompetent beurteilen können, ist aber eine unabhängige und pluralistische Tierschutzbildung essenziell. Die Kinder sollten nicht nur von Menschen lernen dürfen, die Tiere töten, sondern auch von denen, die sie schützen.“

PETAKids

Das Bildungsangebot PETAKids bietet Lehrenden und Eltern eine Vielzahl an pädagogisch fundierten Unterrichtsmaterialien und Workshops zu den Themen Tierethik, Tierschutz und Umweltschutz, die von zahlreichen Schulen im deutschsprachigen Raum genutzt werden. Im Rahmen der Bildungsarbeit stärkt PETA Deutschland das Bewusstsein von Kindern für einen achtsamen und respektvollen Umgang mit allen Lebewesen. Junge Menschen werden dazu ermutigt, den gesellschaftlichen Umgang mit anderen Lebewesen kritisch zu hinterfragen. PETAKids informiert faktenbasiert, umfassend und altersgerecht.

PETA Deutschland begeht im Jahr 2024 ihr 30-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass fordert die Organisation, dass Tiere vor dem Gesetz als Personen, das heißt als Träger von schutzwürdigen Interessen, anerkannt werden und bestimmte Grundrechte erhalten. PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

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