Termineinladung: Hubertusmesse in der Kirche St. Maria, Hilfe der Christen, in Düsseldorf: PETA Streetteam demonstriert vor dem Gotteshaus und kritisiert kirchlichen Segen für Jägerinnen und Jäger

Das Geweih eines Hirschs, aufgebahrt am Altar, bei einer Hubertusmesse in Saarbrücken

Töten mit kirchlichem Segen: Am Samstag, 7. November, findet in der Kirche St. Maria, Hilfe der Christen, in Düsseldorf eine Hubertusmesse statt. Das freiwillige PETA Streetteam Düsseldorf demonstriert zur selben Zeit vor dem Gotteshaus. Mit Schildern mit der Aufschrift „Jagd ist Mord!“ üben die Aktiven scharfe Kritik an dem symbolischen Segen für die Jagdgemeinde. Hubertusmessen finden jährlich statt, um an den Heiligen Hubertus von Lüttich zu erinnern, und werden meist von Jägerinnen und Jägern organisiert und besucht. Die vermeintliche Legitimation der Jagd durch die Messe ist nach PETAs Ansicht nicht mit der christlichen Ethik vereinbar, das Leben zu achten. Zudem sind Hubertusmessen oft der Auftakt zu grausamen Drückjagden.  

Details zur Aktion:
Datum: Samstag, 7. November 2026
Uhrzeit: 16:00 bis 17:00 Uhr
Ort: St. Maria, Hilfe der Christen, Löricker Str. 37a, 40547 Düsseldorf
Kontakt vor Ort: Stefanie Scholz (Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)

„Die Hubertusmesse verkennt, dass der heilige Hubertus vom Jäger zum überzeugten Jagdgegner wurde“, so Streetteamleitung Stefanie Scholz. „Jägerinnen und Jägern symbolisch den Segen für das sinnlose Töten wehrloser Mitgeschöpfe zu geben, sendet ein völlig falsches Signal. Bei Drückjagden flüchten Wildtiere häufig mit zerschossenen Knochen und heraushängenden Innereien – viele von ihnen sterben langsam und qualvoll.“

Tierleid bei Drückjagden

Laut der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz sterben bei Drückjagden bis zu zwei Drittel der Wildtiere nicht sofort. [1] Mit zerschossenen Knochen und heraushängenden Körperteilen schleppen sie sich davon, leiden oft tagelang unter starken Schmerzen und sterben qualvoll, wenn sie bei der sogenannten Nachsuche nicht gefunden werden.

Der Heilige Hubertus entsagte der Jagd

Überlieferungen zufolge offenbarte sich Gott dem im Jahr 655 in Toulouse geborenen Hubertus während einer Jagd in der Gestalt eines Hirsches. Tief von dieser Begegnung bewegt, entsagte Hubertus der Jagd. Er wurde in Rom zum Bischof geweiht und starb 727 als Heiliger Hubertus von Lüttich. Das Christentum ist eine Religion der Ethik, die für Barmherzigkeit, Achtung vor dem Leben und Nächstenliebe eintritt.

Jagd ist unnötig, kontraproduktiv und grausam

Anerkannte Fachleute sind sich einig, dass aus ökologischer Sicht keine Notwendigkeit für die Jagd besteht. Dem renommierten Biologen Prof. Dr. Josef Reichholf zufolge findet eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten statt. [2] Der Kanton Genf, in dem die Hobbyjagd seit über 40 Jahren verboten ist, ist nur ein Beispiel dafür. Hier reguliert sich die Natur in erster Linie selbst. Das Resultat sind eine hohe Artenvielfalt und gesunde, stabile Wildtierpopulationen. Der Biologe Dr. Karl-Heinz Loske sieht in der Jagd lediglich ein überflüssiges Hobby, das die Lust der Jagdausübenden, Tiere zu töten, befriedigt. Als er in jungen Jahren einen Jagdschein machte, wurde ihm schnell klar, dass dies nichts mit Natur- und Artenschutz gemein hat. Heute ist Dr. Loske ein anerkannter Experte für Landschaftsökologie, für den die Jagd weder aus ökologischer noch aus moralischer Sicht zu verantworten ist. [3]

Das PETA Streetteam Düsseldorf ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Tierschutzorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

Das Geweih eines Hirschs, aufgebahrt am Altar, bei einer Hubertusmesse in Saarbrücken

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PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (2010): Tierschutz und Bewegungsjagden. Stellungnahme der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT). Arbeitskreis Wildtiere und Jagd (AK 6).
[2] Reichholf, J. H.: Die Wahrheit über die Jagd – Evolutionsbiologe Prof. Josef Helmut Reichholf widerlegt Jägerlügen. TV-Dokumentation SWR BW. (15.05.2014).
[3] Loske, K. (2016): Das Wider der Jagd. TV-Beitrag WDR.

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