Von Freitag bis Sonntag findet in den Westfalenhallen in Dortmund die „Hund & Pferd“ statt. Zahlreiche Pferde und Hunde sollen dort in Shows auftreten. Zudem werden über 240 Hunde-„Rassen“ zur Schau gestellt. Gegen die Vermarktung und Präsentation von Tieren wie Ware demonstriert das PETA Streetteam Dortmund am Samstag ab 11 Uhr mit zwei Aktionsbildern am Eingang der Messe. Auf der einen Seite des Eingangs zeigen Aktive mit Pferdemasken und in Sträflingskostümen ein Banner mit der Aufschrift „Pferde sind keine Showobjekte“. Auf der anderen Seite fordern weitere Unterstützende in Hundekostümen ein Ende der Zurschaustellung gezüchteter Hunde, die oft krank geboren werden und lebenslang unter „rassespezifischen“ Problemen leiden. Über Lautsprecher klären die Aktiven zusätzlich über die Problematiken auf.
Details zur Aktion:
Datum: Samstag, 7. November 2026
Uhrzeit: 11 bis 12:30 Uhr
Ort: Westfalenhallen Dortmund, Eingang Nord, Rheinlanddamm 200, 44139 Dortmund
Kontakt vor Ort: Tim Werner (Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)
„Auf der Messe ‚Hund & Pferd‘ werden Hunde mit potenziell gesundheitsgefährdenden Zuchtmerkmalen wie Trophäen präsentiert, während Pferde für die Unterhaltung des Publikums funktionieren müssen“, so Streetteam-Leitung Tim Werner. „Wer fragwürdige Zuchtideale auszeichnet, macht Tierleid salonfähig und setzt ein fatales Zeichen: Hauptsache die Optik stimmt – während die Bedürfnisse und Gesundheit der Vierbeiner auf der Strecke bleiben. Wir fordern die Veranstalter und Behörden auf, diesem Geschäft mit dem Leid von Tieren endlich einen Riegel vorzuschieben.“
Unvermeidbares Tierleid auf Pferdemessen
Jedes Jahr strömen Tausende Menschen auf Pferdemessen, um „alles rund ums Pferd“ zu kaufen oder vermeintliche Showeinlagen zu bewundern, die oft als Highlights der Messen beworben werden. Das Zurschaustellen und die Lautstärke auf den Veranstaltungen verursachen bei den sensiblen Fluchttieren jedoch enormen Stress.Hinzu kommt, dass Pferde teils über weite Strecken zu den Veranstaltungsorten transportiert werden.
Ganz gleich, ob Dressur, Springreiten, Vielseitigkeit, Pferderennen oder Disziplinen aus dem Westernreiten: Die „Pferdesport“-Branche missachtet die natürlichen Bedürfnisse der Tiere und zwingt sie mit „Hilfsmitteln“ wie scharfen Gebissen, Ausbindern, Sporen und Gerte zu Höchstleistungen. Im Vordergrund stehen in der Regel Prestige, Preisgelder und die Interessen der Reitenden und Verbände – nicht aber die Bedürfnisse der Pferde.
Zucht führt häufig zu Gesundheitsproblemen und verschärft die Situation in Tierheimen
Wenn das äußere Erscheinungsbild der Tiere im Vordergrund steht, führt das bei zahlreichen sogenannten Rassehunden lebenslang zu gesundheitlichen Problemen. Beispielsweise erkranken Schäferhunde oft an Hüftgelenksdysplasien, Cocker Spaniel an chronischer Bindehautentzündung und Französische Bulldoggen an Atembeschwerden und Anomalien der Wirbelsäule.
PETA weist darauf hin, dass die Nachzucht auch die Situation für heimatlose Tiere verschärft. In deutschen Haushalten leben bereits über zehn Millionen Hunde [1]. Um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“ zu befriedigen, „produzieren“ Züchter jedoch weiterhin reichlich Nachwuchs – dabei werden jährlich allein in Deutschland insgesamt etwa 350.000 Tiere im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt. 25 bis 30 Prozent der Tiere bleiben dort ein Jahr oder länger. PETA appelliert daher an alle Tierfreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.

Dieses und zwei weitere Bilder können hier heruntergeladen werden.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
