Böllerverbot jetzt: Anlässlich der Innenministerkonferenz in Hamburg entsteht am Freitag von 11:15 Uhr bis 11:45 Uhr vor dem Eingang des Congress Center in Hamburg eine eindrucksvolle Szene. Zwei Aktive mit einer Vogel- und einer Hundemaske liegen mit Kunstblut beschmiert auf einem weißen Laken. Um sie herum sind Feuerwerksattrappen verteilt. Mit dieser Protestaktion fordert PETA die Innenministerinnen und Innenminister auf, ein Verbot von privatem Feuerwerk umzusetzen – und damit dem Wunsch der Mehrheit der Bevölkerung nachzukommen.
Details zur Aktion:
Datum: Freitag, 19. Juni 2026
Uhrzeit: 11:15 bis 11:45 Uhr
Ort: vor dem Eingang des Congress Center, Congresspl. 1, 20355 Hamburg
Demoaufbau: Zwei Aktive mit Vogel- und Hundemaske liegen „blutend“ auf einem weißen Laken zwischen Feuerwerksattrappen. Eine weitere Person hält ein Schild mit der Aufschrift „Feuerwerksverbot jetzt!“.
Kontakt vor Ort: Ayshea Kelly (Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)
„Für Tiere ist Feuerwerk der pure Horror: Aufgrund des Lärms entlaufen allein an Silvester jährlich hunderte Katzen und Hunde. Wildtiere sowie heimatlose Katzen erleiden wegen der Knallgeräusche, grellen Blitze und unbekannten Gerüche enormen Stress. Vögel fallen tot vom Himmel, Pferde sterben in völliger Panik an dem Adrenalinschub“, so Ayshea Kelly, Aktionskoordinatorin bei PETA. „Die Innenministerinnen und Innenminister haben es in der Hand, dieses Leid endlich zu beenden und den Willen der Mehrheit der Gesellschaft umzusetzen.“
Bevölkerung unterstützt mehreren Umfragen zufolge ein Verbot
Den meisten Umfragen zufolge, wünscht sich die Bevölkerung ein Feuerwerksverbot an Silvester. Eine zwischen dem 10. und 13. Januar 2025 durchgeführte, von PETA beauftragte repräsentative INSA-Umfrage unter 2.005 Befragten ergab, dass 58 Prozent der Deutschen ein bundesweites generelles Verbot von privatem Feuerwerk zum Jahreswechsel befürworten. Laut einer bereits 2018 von PETA beauftragten GfK-Umfrage würden 58,2 Prozent der Befragten gerne auf knallendes Feuerwerk in der Neujahrsnacht verzichten. Mehrere große Baumarktketten wie Hornbach, Globus Baumärkte, Obi und Bauhaus gingen mit gutem Beispiel voran und haben Silvesterfeuerwerk bereits ausgelistet.
Wildtiere geraten durch Silvesterlärm in lebensbedrohlichen Stress
Insbesondere Wildtiere leiden aufgrund der lauten Feuerwerkskörper unter massivem Stress. Die extreme Geräuschkulisse lässt sie in der Regel flüchten. Diese außergewöhnliche Aufregung kann die Tiere im schlimmsten Fall so schwächen, dass sie die Wintermonate nicht überleben. Und das gerade in einer Zeit, in der sie nur begrenzte Energie- und Nahrungsreserven zur Verfügung haben. Rauchschwaden und helle Leuchtraketen können außerdem zu Desorientierung führen, ihnen die Sicht nehmen und sie blenden, sodass sie Hindernissen nicht mehr rechtzeitig ausweichen können. [1] Es dauert häufig Tage oder sogar Wochen, bis sie sich von diesem Schock erholt haben.
Auch Hunde, Katzen, Vögel und viele andere tierische Mitbewohner sind beim Jahreswechsel großem Stress ausgesetzt. Jedes Jahr verzeichnen Tierkliniken zahlreiche Fälle von Tieren, die während der Silvesternacht behandelt werden müssen. Zudem führen die lauten Feuerwerkskörper immer wieder zu Unfällen. So liefen in den vergangenen Jahren beispielsweise Pferde auf Straßen. Panische Kraniche und Gänse flogen in Autos, weil sie die Orientierung verloren hatten.

Dieses und ein weiteres Bild stehen hier zum Download zur Verfügung.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
