Am Wochenende wird in Graz die Pferdeshow „CAVALLUNA Grand Moments“ aufgeführt. Die Pferde leiden unter der von Zwang geprägten Vorführung und den mangelhaften Haltungsbedingungen. Um auf die Ausbeutung aufmerksam zu machen, demonstriert PETA an beiden Tagen zum Veranstaltungsbeginn vor dem Eingang 1 der Stadthalle in Graz. Dafür halten drei Aktive in Pferdekostümen Schilder mit den Aufschriften „Stress“, „Gewalt“ und „Schmerz“ hoch. Eine weitere Person präsentiert ein Schild: „Cavalluna: Kein Applaus für Tierquälerei!“. Durch ein Megafon werden Protestrufe klingen, während Flyer verteilt werden, um das Publikum über das Tierleid bei Cavalluna aufzuklären. Seit Jahren erhält PETA immer wieder Whistleblower-Berichte zu Missständen bei den Cavalluna-Shows.
Die Pressetermine sind wie folgt:
Samstag, 10. Mai: 12:45 – 14 Uhr sowie 17:45 – 19 Uhr
Sonntag, 11. Mai: 11:45 – 13 Uhr sowie 16:15 – 17:30 Uhr
Ort: Stadthalle, vor dem Eingang 1, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 2-1, 8010 Graz
Ansprechperson vor Ort: Ayshea Kelly, gerne stellen wir einen Kontakt her.
„Pferde leiden still bei Cavalluna. Sie werden gewaltvollen und schmerzhaften Dressurmethoden ausgesetzt und müssen waghalsige Showeinlagen vollführen. Diese Show vermittelt ein problematisches Bild, indem sie tierquälerische Praktiken als Unterhaltung darstellt und die Bedürfnisse der Pferde ignoriert“, so Ayshea Kelly, Aktionskoordinatorin bei PETA. „Wir von PETA fordern, Pferde nicht länger für Unterhaltungsshows zu missbrauchen und bitten alle Menschen, derartige Veranstaltungen nicht mit dem Kauf einer Eintrittskarte zu unterstützen.“
Pferde sind unfreiwillige Darsteller
Die laute Musik sowie die Feuer- und Lichteffekte bei solchen Shows bedeuten für die sensiblen Fluchttiere immensen Stress. Zudem werden bei der Pferdedressur meist sogenannte Trensen und Kandaren verwendet. Dieses „Gebiss“ liegt im Pferdemund, ist mit den Zügeln verbunden und soll die Tiere gefügig machen. Auch die sogenannte Rollkur kommt während derartiger Shows häufig zum Einsatz, um die Tiere zu kontrollieren. Dabei gilt sie seit 2020 laut Leitlinien für den Pferdesport als tierschutzwidrig. Der Kopf des Pferdes wird bei der Rollkur Richtung Brust gezogen, was zu einer schmerzhaften Überdehnung des Halses führt. Das rasante Tempo der Tiere in der engen Arena und die Akrobatik am und auf dem Pferderücken bergen Verletzungsgefahren; Stürze sind daher keine Seltenheit. Für die Tournee werden die unfreiwilligen Darsteller europaweit zu den Einsatzorten transportiert. PETA weist darauf hin, dass dies sowie auch die Unterbringung in engen Boxen eine große Belastung für die bewegungsfreudigen Tiere ist.
Pferde leben natürlicherweise in Herden und bewegen sich bis zu 16 Stunden täglich. Bewegungsmangel führt zu Verhaltensstörungen und gesundheitlichen Schäden. Boxenhaltung und Transporte beeinträchtigen Atemwege und Stoffwechsel. Neben Auslauf – idealerweise in Aktiv- oder Offenställen – brauchen Pferde gesunde Nahrung, frisches Wasser, Pflege und medizinische Versorgung. Werden diese Bedürfnisse nicht erfüllt, leiden die Tiere und riskieren schwerwiegende Gesundheitsschäden. In guter Haltung können sie über 35 Jahre alt werden.

Das druckfähige Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.
