Termineinladung: PETA Streetteam demonstriert vor Dortmunder „Rassehundeausstellung“ Dogs & Fun gegen Qualzuchten und Rassenwahn

Aktivist*innen inszenieren eine "Siegerehrung" gegen Qualzucht bei Hunden, bei der verkleidete Personen auf einem Podest stehen und Plätze vergeben werden. Die Schleifen sind mit den zuchtbedingten Leiden „Taubheit“, „Zahnfehlstellung“ und „Atemnot“ beschriftet.

Rassenwahn: Falsch bei Menschen, falsch bei Tieren! Das freiwillige Streetteam Dortmund demonstriert am Samstag vor den Westfalenhallen am Eingang der Messe Dogs & Fun, um auf das Thema Qualzucht aufmerksam zu machen. Die Aktiven sind mit Morphsuits und Hundemasken als Hunde typischer „Qualzucht-Rassen“ verkleidet. Zudem sammeln sie Unterschriften für ein Heimtierschutzgesetz.

Details zur Aktion:
Datum: Samstag, 9. Mai 2026
Uhrzeit: 11:00 bis 12:00 Uhr
Ort: Westfalenhallen Dortmund, Eingang Nord / Haupteingang zur Messe Dogs & Fun, Rheinlanddamm 200
Demoaufbau: Drei Aktive mit Pudel-, Dalmatiner- und Mops-Masken tragen Medaillen, die symbolisch für Atemnot, Zahnfehlstellungen und Taubheit stehen – typische Folgen gezielter Überzüchtung und Qualzucht. Sie halten Schilder mit Aufschriften wie „Qualzucht stoppen!“ und informieren Besuchende per Lautsprecher über die Problematik der Zucht.
Kontakt vor Ort: Tim Werner (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)

„Bei der Tierzucht geht es darum, gezielt bestimmte Formen und Farben zu erreichen. Menschen nehmen dabei bewusst in Kauf, dass viele dieser Tiere ein Leben lang leiden und schwer krank werden“, so Streetteam-Leitung Tim Werner. „Seit dem 1. Januar 2022 dürfen keine Hunde mehr ‚ausgestellt‘ werden, die Qualzuchtmerkmale aufweisen. Dennoch sehen wir auf sogenannten Rassehundeausstellungen noch immer zahlreiche Tiere, die darunter leiden.“

Zucht führt häufig zu Gesundheitsproblemen und verschärft die Lage in Tierheimen

Wenn das äußere Erscheinungsbild im Vordergrund steht, führt das bei zahlreichen sogenannten Rassehunden und Rassekatzen lebenslang zu gesundheitlichen Problemen. Schäferhunde erkranken oft an Hüftgelenksdysplasien, Cocker Spaniel an chronischer Bindehautentzündung und Französische Bulldoggen an Atembeschwerden und Wirbelsäulen-Anomalien. Auch „Rassehunde“, die nicht offiziell als „Qualzuchten“ bezeichnet werden, leiden häufig an rassespezifischen Krankheiten.

PETA weist darauf hin, dass die Nachzucht auch die Situation für heimatlose Tiere verschärft. In deutschen Haushalten leben bereits über 10,5 Millionen Hunde [1]. Um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“ zu befriedigen, „vermehren“ Züchter jedoch weiterhin Tiere – während jährlich allein in Deutschland Tausende Tiere im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt werden. 25 bis 30 Prozent davon bleiben dort ein Jahr oder länger. PETA appelliert daher an alle Tierfreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Heim ein Zuhause zu schenken.

Das PETA Streetteam Dortmund ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

Aktivist*innen inszenieren eine "Siegerehrung" gegen Qualzucht bei Hunden, bei der verkleidete Personen auf einem Podest stehen und Plätze vergeben werden. Die Schleifen sind mit den zuchtbedingten Leiden „Taubheit“, „Zahnfehlstellung“ und „Atemnot“ beschriftet.

Dieses und ein weiteres Foto stehen hier zum Download bereit.

zu sehen ist ein Mops, repräsentativ für Zuchttiere, dessen Zuchtnachteile hervorgehoben werden
Rassenwahn – falsch bei Menschen, falsch bei Hunden. / © PETA Deutschland e.V.

Das druckfähige Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V.: Der deutsche Heimtiermarkt 2024. Online abrufbar unter: https://www.zzf.de/marktdaten/heimtiere-in-deutschland. (03.06.2025).

Kontakt

Kontakt
Kopieren