Die reisende Pferdeshow „Cavalluna“ gastiert am Wochenende mit dem Programm „Land der Tausend Träume“ in Düsseldorf. Für die Pferde bedeuten die langen Transporte, die mangelhaften Haltungsbedingungen sowie eine von Zwang geprägte Vorführung ein Dasein voller Stress und Leid. Um auf diese Ausbeutung aufmerksam zu machen, veranstaltet das PETA Streetteam Düsseldorf eine aufsehenerregende Protestaktionen. Diese finden direkt zum Showbeginn am Samstag von 13 bis 14 Uhr und von 18 bis 19 Uhr sowie am Sonntag von 12 bis 13 Uhr am PSD Bank Dome in der Theodorstraße 281 statt. Ein „Dompteur“ schwingt eine Peitsche und „dressiert“ eine als Pferd verkleidete Person, die sich ängstlich wegduckt. Andere Protestierende halten Schilder, Banner und Poster, die über das Tierleid bei Cavalluna aufklären.
„Es ist schockierend, dass Pferde noch immer auf Lkws quer durch Europa gefahren werden, um Menschen zu ‚bespaßen‘“, so Stefanie Scholz, Streetteam-Leitung. „Wir machen uns dafür stark, dass Tiere weder hier noch in anderen Shows und Zirkussen ausgebeutet werden dürfen.“
Pferde sind unfreiwillige Darsteller
Die laute Musik sowie die Feuer- und Lichteffekte bei solchen Shows bedeuten für die sensiblen Fluchttiere immensen Stress. Zudem werden bei der Pferdedressur meist sogenannte Trensen und Kandaren verwendet. Dieses „Gebiss“ liegt im Pferdemund, ist mit den Zügeln verbunden und soll die Tiere gefügig machen. Auch die sogenannte Rollkur kam während derartigen Shows bislang häufig zum Einsatz, um die Tiere zu kontrollieren. Dabei gilt sie seit 2020 laut Leitlinien für den Pferdesport als tierschutzwidrig. Der Kopf des Pferdes wird bei der Rollkur Richtung Brust gezogen, was zu einer schmerzhaften Überdehnung des Halses führt. Das rasante Tempo in der engen Arena und die Akrobatik am und auf dem Pferderücken bergen Verletzungsgefahren für Tier und Mensch; Stürze sind daher keine Seltenheit. PETA weist darauf hin, dass auch der Transport und die Unterbringung in engen Boxen eine große Belastung für die bewegungsfreudigen Tiere sind.
Unter natürlichen Bedingungen leben Pferde in Herden und bewegen sich bis zu 16 Stunden täglich. Bewegungsmangel kann mittelfristig Verhaltensstörungen und Schäden an Muskeln, Sehnen und Skelett verursachen – die Selbstreinigungsmechanismen der Atemwege und der gesamte Stoffwechsel werden durch die ständige Haltung in Boxen und auf Lkws beeinträchtigt. Pferde benötigen neben ausreichend Auslauf – vorzugsweise in einer Aktiv- oder Offenstallhaltung – auch gutes Futter und stets frisches Wasser, Pflege und medizinische Versorgung. Wenn diese essenziellen Haltungsvoraussetzungen nicht oder nur unzureichend gegeben sind, bedeutet das für die Tiere ein leidvolles Leben. Auf Dauer können zudem lebensgefährliche körperliche Beeinträchtigungen folgen. Ein Pferd kann in guter Haltung 35 Lebensjahre und mehr erreichen.
Das PETA Streetteam Düsseldorf ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
Details zur 1. Aktion:
Datum: Samstag, 25. Mai 2024
Uhrzeit: 13 bis 14 Uhr und 18 bis 19 Uhr
Ort: Vor dem PSD Bank Dome, Theodorstr. 281, 40472 Düsseldorf
Kontakt vor Ort: Stefanie Scholz, Streetteam-Leitung, gerne stellen wir Kontakt her.
Details zur 2. Aktion:
Datum: Sonntag, 26. Mai 2024
Uhrzeit: 12 bis 13 Uhr
Ort: Vor dem PSD Bank Dome, Theodorstr. 281, 40472 Düsseldorf
Kontakt vor Ort: Stefanie Scholz, Streetteam-Leitung, gerne stellen wir Kontakt her.

Das druckfähige Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.
