Profite mit Tierqualprodukten: Das Restaurant Le Plat du Jour in Hamburg hat Stopfleber – auch Foie gras genannt – auf der Silvesterkarte. Für die Herstellung, die in Deutschland verboten ist, werden Gänse und Enten massiv gequält und gezielt krank gemacht. Mehrmals täglich wird ihnen ein Schlauch oder Rohr gewaltsam in die Speiseröhre eingeführt, um sie mit fettreichem Getreidebrei zu „stopfen“. Daher protestiert das freiwillige PETA Streetteam am Dienstag, 30. Dezember, von 18 bis 19 Uhr vor dem Restaurant gegen den Verkauf des Tierqualproduktes. Zudem hat PETA die Geschäftsführung des Restaurants bereits dreimal angeschrieben – zuletzt am 8. Dezember 2025 – und die Verantwortlichen aufgefordert, stattdessen eine tierfreie Pastete anzubieten. Eine Reaktion blieb bisher aus. Die Tierrechtsorganisation erwägt nun, Strafanzeige zu erstatten.
Details zur Aktion:
Datum: Dienstag, 30. Dezember 2025
Uhrzeit: 18 bis 19 Uhr
Ort: Le plat du Jour Pöseldorf, Milchstraße 3-4, 20148 Hamburg
Demoaufbau: Vor dem Restaurant steht ein fein gedeckter Tisch. Eine Person sitzt daran und stellt symbolisch eine Gans oder Ente dar. Ein Schlauch führt von außen in ihren Mund und zeigt die gewaltsame Zwangsernährung der Tiere.
Kontakt vor Ort: Tim Schömer (Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)
„Stopfleber ist nichts anderes als das verfettete Organ einer gequälten Ente oder Gans“, erklärt Streetteam-Leitung Tim Schömer. „Die sensiblen und hochsozialen Vögel gehen oft lebenslange Partnerschaften ein und kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs. Sie einzusperren und sie mehrmals täglich über ein in den Rachen gestoßenes Rohr zwangszuernähren, ist schockierend und unethisch. Wir fordern das Restaurant Le Plat du Jour auf, das Tierqualprodukt endlich von der Speisekarte zu streichen und durch eine vegane Speise zu ersetzen.“
Grausame Foie-gras-Produktion: männliche Tiere zwangsernährt und weibliche Küken getötet
Stopfleber bedeutet für Enten und Gänse ein unwürdiges Leben und einen qualvollen Tod. Für die „Produktion“ von Foie gras werden nur Erpel missbraucht, weil die Leber der weiblichen Tiere zu klein ist und zu viel Nervengewebe enthält. Allein in Frankreich werden jährlich mehr als 13 Millionen weibliche Entenküken direkt nach der Geburt am Fließband aussortiert. Sie werden lebend in den Schredder geworfen, vergast oder in einer Kiste entsorgt, in der sie verhungern oder zerquetscht werden. Durch die quälerische Mast schwillt die Leber der männlichen Vögel in nur zehn bis 18 Tagen auf das bis zu Zehnfache ihres Normalgewichts an. [1] Diese Zwangsmast führt neben der pathologischen Verfettung der Leber, Steatose genannt, auch zu Atemnot, Halsverletzungen, Knochenbrüchen, Leberblutungen und Herzversagen. Viele Tiere sterben daher bereits, bevor sie in den Schlachthof kommen. [2;3] Hier werden sie elektrisch betäubt und ausgeblutet. Immer wieder kommt es vor, dass sie vor oder während des Ausblutens aufwachen und bei Bewusstsein und oft unter Schmerzen sterben. [4;5]
Stopfleber vielerorts bereits verboten
Die „Produktion“ von Stopfleber ist so grausam, dass sie in mehreren Ländern der EU verboten ist. Frankreich, Spanien, Ungarn, Bulgarien und ein Teil von Belgien „produzieren“ hingegen immer noch Foie gras. Auch in Argentinien, Indien, Israel, Australien, Kalifornien und in der Türkei ist die Herstellung bereits untersagt. Der britische König Charles III. verbannte Stopfleber aus seinen Palästen. Zahlreiche Restaurants haben Foie gras auf PETAs Bitte hin bereits ausgelistet, darunter auch das HENRIKS in Hamburg und das bei Prominenten beliebte Borchardt in Berlin – eine Vorbildentscheidung gegen die tierquälerische Stopfleber.
Das PETA Streetteam Hamburg ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele von PETA Deutschland e.V. einsetzen.

Dieses und ein weiteres Foto können hier heruntergeladen und für die Berichterstattung verwendet werden.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
