Termineinladung: Tanzender „Tofu“ verteilt Tofu an Passanten in Heidelberg

Peta Aktivist als Tofu verkleidet

PETA fordert Ausstieg aus der Tierwirtschaft

„Tofu rettet Leben“: Unter diesem Motto sorgt das freiwillige PETA Streetteam am Sonntag in Heidelberg für Aufmerksamkeit. Eine als Tofu verkleidete Person tanzt durch die Altstadt und verteilt Tofublöcke. Passantinnen und Passanten sind eingeladen, diese kostenlos mitzunehmen und zu erfahren, wie einfach sie durch eine vegane Lebensweise zu „Lebensrettern“ werden können. Denn während in Schlachthöfen Millionen Tiere qualvoll getötet werden, kommen Tofu & Co. ohne dieses Leid aus. Gleichzeitig begünstigt die Tierhaltung die Entstehung gefährlicher Zoonosen und befeuert die Klimakatastrophe. Der von PETA vorgelegte Ausstiegsplan zeigt, dass ein dringend notwendiger Umstieg auf eine tierfreie Landwirtschaft möglich ist – doch die Politik bleibt untätig. Die Tierrechtsorganisation fordert, den Plan endlich umzusetzen und den Ausstieg aus der Tierwirtschaft zu forcieren.

Details zur Aktion:

Datum: Sonntag, 28. Juni 2026
Uhrzeit: 11:30 bis 12:30 Uhr
Ort: Heiliggeistkirche, Ecke Marktplatz, 69117 Heidelberg
Demoaufbau: Eine Person im Tofu-Kostüm mit einem Schild mit der Aufschrift „Tofu rettet Leben“ tanzt und verteilt Tofublöcke. An einem Infostand verteilt das Streetteam ebenfalls Tofu.
Kontakt vor Ort: Martina Albrecht (Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)

„Tofu rettet Leben – und zwar nicht nur das unzähliger Tiere in den Ställen, Schlachthäusern oder auf Fischereibooten. Eine tierfreie, ökologische Landwirtschaft schafft zudem einen geschützten Lebensraum für Wildtiere. Sie erhält unsere Gesundheit durch eine intaktere Umwelt und verringert das Risiko für Zoonosen, was vor Pandemien schützen kann“, so Streetteam-Leitung Martina Albrecht. „Wer vegan lebt, entscheidet sich aktiv gegen Ausbeutung, Leid und Tod.“

Konsum tierischer Produkte ist eine der Hauptursachen für Zoonosen

Drei von vier aller neu auftretenden Infektionskrankheiten wurden vom Tier auf den Menschen übertragen, sind also Zoonosen. Als eine der Hauptursachen für deren Entstehung nannte die WHO schon 2004 die steigende Nachfrage nach tierischen Produkten. [1] COVID-19, die Vogelgrippe H5N1, die SARS-Pandemie, das MERS-CoV, das gefährliche Ebolafieber, unzählige Opfer durch multiresistente Keime und sogar Aids – sie alle haben einen gemeinsamen Nenner: die Ausbeutung von Tieren. [2] Der Einkauf jedes einzelnen Verbrauchers kann zu einem erhöhten Risiko von Zoonosen und Pandemien beitragen.

Die Probleme der Tierwirtschaft

Die Tierindustrie verursacht massives Tierleid in Mast- und Zuchtanlagen, auf Transporten und in Schlachtbetrieben. In deutschen Schlachthöfen werden jährlich rund 750 Millionen fühlende Lebewesen getötet. Die tierhaltende Landwirtschaft hat mehr Treibhausgase zur Folge als der gesamte weltweite Verkehrssektor. Hinzu kommt ein rasantes Artensterben, befeuert durch Pestizide und Monokulturen. Der Anbau von Tiernahrung beansprucht enorme landwirtschaftliche Anbauflächen. Der Druck auf die heimischen Äcker nimmt zu, denn Soja-Importe aus Südamerika zur Verwendung als Tiernahrung stehen in Verruf und sind rückläufig. Gründe dafür sind unter anderem die Regenwaldabholzung, der Biodiversitätsverlust und die Verdrängung der einheimischen Bevölkerung.

PETA präsentiert Ausstiegsplan aus der Tierwirtschaft

Um das Leben künftiger Generationen zu sichern, ist dringend eine Agrarwende hin zur tierfreien Landwirtschaft nötig. PETA hat aus diesem Grund Ende Mai 2025 einen Strategieplan für den Ausstieg aus der Tierwirtschaft veröffentlicht und fordert die Politik damit zum Handeln auf. Die Tierrechtsorganisation zeigt anhand konkreter Schritte, wie der Umstieg auf veganen Ökolandbau gelingen kann – um die Zukunft von Tieren und Menschen zu sichern sowie Klimaextremen zu begegnen. Zudem präsentiert der Plan eine Strategie für den Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung.

Das PETA Streetteam Heidelberg ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

Peta Aktivist als Tofu verkleidet

Dieses und ein weiteres Bild können hier heruntergeladen werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] WHO/FAO/OiE (2004): Report of the WHO/FAO/OIE joint consultation on emerging zoonotic diseases. In collaboration with the Health Council of the Netherlands. Online abrufbar unter: https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/68899/WHO_CDS_CPE_ZFK_2004.9.pdf?fbclid=IwAR2ha8hDMHV8gDJYEadsk7-lxLS84Z3kSlq3E4-zG5kaWUh1Xc5vgJhTsJ4. (25.06.2026).
[2] Bundesministerium für Bildung und Forschung (2011): Gefährliche Eindringlinge – Droht nach der Schweine- und Vogelgrippe in Zukunft eine Fledermausgrippe? Online abrufbar unter: https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/gefahrliche-eindringlinge-droht-nach-der-schweine-und-vogelgrippe-in-zukunft-eine-3200.php. (25.06.2026).

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