Termineinladung: Tierversuche töten – PETA Streetteam protestiert zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche in Dortmund
Eine als Affe verkleidete Person sitzt festgebunden auf einem Stuhl, während eine weitere in der Rolle eines Arztes Experimente an ihr andeutet. Mit dieser Aktion macht das freiwillige PETA Streetteam Dortmund am Samstag anlässlich des Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche darauf aufmerksam, dass in Deutschland noch immer Millionen Tiere für Experimente gequält und getötet werden. Dabei gibt es längst tierleidfreie und verlässlichere Forschungs- und Testmethoden. PETA fordert die Bundesregierung auf, die von der vorherigen Regierung angestoßene Reduktionsstrategie weiterzuentwickeln und damit einen Ausstiegsplan zu erstellen und umzusetzen.
Details zur Aktion:
Datum: Samstag, 25. April 2026
Uhrzeit: 12:30 bis 14:30 Uhr
Ort: Katharinenstraße, Ecke Schmiedingstraße, 44137 Dortmund
Kontakt vor Ort: Tim Werner (Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)
„Es ist seit geraumer Zeit wissenschaftlich erwiesen, dass Tiere, die für Experimente missbraucht werden, genau wie wir Angst, Schmerz und Leid empfinden“, so Streetteam-Leitung Tim Werner. „Diese Erkenntnis muss bei der Auswahl von Forschungsmethoden endlich berücksichtigt werden. Die Regierung sollte konkrete Maßnahmen für eine moderne und tierfreie Forschung ergreifen, die für den Menschen relevant ist.“
Anlässlich des Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April finden während des gesamten Monats deutschlandweit ähnliche Protestaktionen von PETA und den freiwilligen PETA Streetteams statt.
PETAs Research Modernisation Deal
Jedes Jahr werden in Deutschland rund drei Millionen Tiere für „wissenschaftliche Zwecke“ missbraucht. Unter anderem werden Ratten mit Chemikalien vergiftet, Mäuse müssen gegen das Ertrinken ankämpfen und Affen werden Löcher in ihre Schädel gebohrt. Mit dem Research Modernisation Deal (RMD) zeigt PETA konkret auf, wie der schrittweise Ausstieg aus Tierversuchen – und damit ein längst überfälliger Paradigmenwechsel in der Wissenschaft – konkret möglich ist.
Tierversuche sind unwissenschaftlich
Laut der amerikanischen Gesundheitsbehörde National Institutes of Health (NIH) kommen 95 Prozent der neu entwickelten Medikamente niemals auf den Markt. [1] Die mangelnde Übertragbarkeit der Ergebnisse aus Tierversuchen auf den Menschen ist dabei ein wichtiger Faktor. [2] Beim Krankheitsbild Alzheimer liegt die Misserfolgsquote bei 99,6 Prozent. [3] Alzheimer ist nur eines von vielen Beispielen dafür, wie unterschiedlich sich viele Erkrankungen je nach Spezies äußern können und dass Tierversuche oft ergebnislos bleiben oder in die falsche Richtung führen.
Über eine Million Bürger in ganz Europa wollen Wissenschaft ohne Tierversuche
Die von PETA und vier weiteren Organisationen initiierte Europäische Bürgerinitiative „Save Cruelty Free Cosmetics – Commit to a Europe Without Animal Testing“ erreichte im August 2022 über eine Million gültige Unterzeichnungen. In direktem Zusammenhang damit kündigte die Europäische Kommission an, einen Ausstiegsplan aus Tierversuchen für Chemikalien zu erstellen, der noch für diesen Monat erwartet wird.
Affenversuche in Deutschland dauern an
In Deutschland werden in elf Städten Experimente an Primaten durchgeführt. Die meisten Versuche, in denen Affen systematisch vergiftet werden, dienen der Prüfung neuer Arzneimittel. Auch invasive Hirnexperimente finden noch in sechs deutschen Städten statt. Die Experimente sind PETAs Auffassung nach moralisch nicht vertretbar. Darüber hinaus können die Ergebnisse nicht zuverlässig auf den Menschen übertragen werden. [1] Im Oktober letzten Jahres erreichte die von der Tierrechtsorganisation mitorganisierte Bundestagspetition „Affenversuche jetzt stoppen“ über 40.000 Unterschriften, eine Anhörung im Bundestag folgte im Dezember.
Das PETA Streetteam Dortmund ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
