Termineinladung: Tierversuche töten – PETA Streetteam und Ärzte gegen Tierversuche e.V. protestieren mit „blutigen“ Tränen auf der Kölner Domplatte

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Alle zehn Sekunden wird ein Tier in einer deutschen Tierversuchseinrichtung getötet. Das freiwillige PETA Streetteam Köln protestiert daher gemeinsam mit Ärzte gegen Tierversuche e.V. am Sonntag auf der Domplatte. Jeden Tag werden Mäuse, Kaninchen, Hunde und Affen für die Grundlagenforschung sowie für Tests von Chemikalien und Medikamenten missbraucht. Die Aktiven stellen mit Masken, Hasen- und Mäuseohren sowie Make-up Tiere aus Versuchslaboren dar; aus ihren roten Augen fließen „blutige“ Tränen. Sie halten Schilder mit Botschaften gegen Experimente an Tieren. PETA fordert ein Ende aller Tierversuche und den konsequenten Umstieg auf tierfreie Forschungsmethoden.

Details zur Aktion:
Datum: Sonntag, 26. April 2026
Uhrzeit: 14 bis 15 Uhr
Ort: Domplatte, Domkloster 3, 50667 Köln
Kontakt vor Ort: Melanie Schmidt (Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)

„Es ist seit geraumer Zeit wissenschaftlich erwiesen, dass Tiere, die für Experimente missbraucht werden, genau wie wir Angst, Schmerz und Leid empfinden“, so Streetteam-Leitung Melanie Schmidt. „Diese Erkenntnis muss bei der Auswahl von Forschungsmethoden endlich berücksichtigt werden. Die Regierung sollte konkrete Maßnahmen für eine Forschung ergreifen, die modern, tierfrei und für den Menschen relevant ist.“

Anlässlich des Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April finden während des gesamten Monats deutschlandweit ähnliche Protestaktionen von PETA und den freiwilligen PETA Streetteams statt.

PETAs Research Modernisation Deal

Jedes Jahr werden in Deutschland rund drei Millionen Tiere für „wissenschaftliche Zwecke“ ausgebeutet. Unter anderem werden Ratten mit Chemikalien vergiftet, Mäuse müssen gegen das Ertrinken ankämpfen und Affen werden Löcher in ihre Schädel gebohrt. Mit dem Research Modernisation Deal (RMD) zeigt PETA konkret auf, wie der schrittweise Ausstieg aus Tierversuchen – und damit ein längst überfälliger Paradigmenwechsel in der Wissenschaft – konkret möglich ist.  

Tierversuche sind unwissenschaftlich

Laut der amerikanischen Gesundheitsbehörde National Institutes of Health (NIH) kommen 95 Prozent der neu entwickelten Medikamente niemals auf den Markt. [1] Die mangelnde Übertragbarkeit der Ergebnisse aus Tierversuchen auf den Menschen ist dabei ein wichtiger Faktor. [2] Beim Krankheitsbild Alzheimer liegt die Misserfolgsquote bei 99,6 Prozent. [3] Alzheimer ist nur eines von vielen Beispielen dafür, wie unterschiedlich sich viele Erkrankungen je nach Spezies äußern können und dass Experimente an Tieren oft ergebnislos bleiben oder in die falsche Richtung führen.

Weiterhin Tausende Tiere für kosmetische Inhaltsstoffe missbraucht

Seit 2013 sind Tierversuche für kosmetische Produkte in der EU offiziell verboten. Das Gesetz suggeriert, in der EU könnten Kosmetika mit gutem Gewissen gekauft werden. Trotzdem werden weiterhin Tausende Tiere für Experimente missbraucht, denn die Europäische Chemikalienbehörde (ECHA) fordert nach wie vor Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe. Im August 2021 veröffentlichte Zahlen des Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT) belegen den andauernden Missbrauch. [4]

Über eine Million Bürger in ganz Europa wollen Wissenschaft ohne Tierversuche

Die von PETA und vier weiteren Organisationen initiierte Europäische Bürgerinitiative „Save Cruelty Free Cosmetics – Commit to a Europe Without Animal Testing“ erreichte im August 2022 über eine Million gültige Unterzeichnungen. In direktem Zusammenhang damit kündigte die Europäische Kommission an, einen Ausstiegsplan aus Tierversuchen für Chemikalien zu erstellen, der noch für diesen Monat erwartet wird.

Das PETA Streetteam Köln/Bonn ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] National Center for Advancing Translational Sciences (NCATS): New Therapeutics Uses. Online abrufbar unter: https://ncats.nih.gov/research/research-activities/ntu. (10.04.2024).
[2] Seyhan, A. A.: Lost in translation: the valley of death across preclinical and clinical divide–identification of problems and overcoming obstacles. Translational Medicine Communications. 2019 Dec;4(1):1-9. Online abrufbar unter: https://link.springer.com/article/10.1186/s41231-019-0050-7. (10.04.2024).
[3] Pistollato, F.; Ohayon, E. L.; Lam, A. et al. (2026): Alzheimer disease research in the 21st century: Past and current failures, new perspectives and funding opportunities. Oncotarget. 2016;7(26):38999-39016.
[4] Knight J, Rovida C, Kreiling R, Zhu C, Knudsen M, Hartung T. Continuing animal tests on cosmetic ingredients for REACH in the EU. ALTEX. 2021;38(4):653–668. doi:10.14573/altex.2104221

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