Termineinladung: „Wasch dein Gewissen rein – lebe vegan“ / PETA duscht in Bielefeld gegen Wasserverschwendung und Tierleid

Duschen für Tiere und Umwelt: Unter dem Motto „Wasch dein Gewissen rein – lebe vegan“ steigen Aktive von PETA am Mittwoch in Bielefeld öffentlich unter die Dusche. Mit der Aktion macht die Tierrechtsorganisation darauf aufmerksam, dass die tierhaltende Landwirtschaft nicht nur für unermessliches Tierleid verantwortlich ist, sondern auch zu den Hauptverursachern der größten Umweltprobleme unserer Zeit zählt. Angesichts immer heißerer Sommer und zunehmender Dürren rückt PETA besonders den enormen Wasserverbrauch der Tierwirtschaft in den Fokus, der Umwelt und Klima zusätzlich belastet.

Details zur Aktion:
Datum: Mittwoch, 23. September 2026
Uhrzeit: 10:15 bis 10:45 Uhr
Ort: Alter Markt, 33602 Bielefeld
Kontakt vor Ort: Kathleen Cox (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)

„Während Wasser angesichts immer heißerer Sommer zu einer kostbaren Ressource wird, verschlingt die Tierwirtschaft enorme Mengen davon – und verursacht gleichzeitig immenses Tierleid“, so Kathleen Cox, Mitarbeiterin im Aktionsteam von PETA. „Wer Umwelt und Klima schützen will, setzt direkt beim eigenen Teller an: Eine vegane Lebensweise rettet Tiere und schont wertvolle Ressourcen.“

Rindfleisch statt Dusche: Tierische Produkte verbrauchen enorme Wassermengen

Tierische Produkte benötigen weitaus mehr Wasser als pflanzliche Lebensmittel. Für den Wasserverbrauch von nur einem Kilogramm Rindfleisch könnte ein Mensch mehr als acht Monate lang täglich fünf Minuten duschen. Während für die Produktion von einem Liter Kuhmilch 1.050 Liter und für die eines 150-Gramm-Rindfleisch-Burgers 2.350 Liter Wasser benötigt werden, sind es bei der Herstellung der gleichen Menge Sojadrink beziehungsweise eines Soja-Burgers nur 297 beziehungsweise 158 Liter. [1] 

Die Problematik der Tierwirtschaft

Die tierhaltende Landwirtschaft tötet jedes Jahr allein in Deutschland rund 750 Millionen fühlende Lebewesen und gehört zu den ressourcenintensivsten und umweltschädlichsten Wirtschaftszweigen unserer Zeit. [2] Hinzu kommen ein rasantes Artensterben und der Verlust von Biodiversität, befeuert durch Monokulturen und den Einsatz von Pestiziden.Außerdem verbraucht die Tierwirtschaft große Wassermengen. Für den Anbau von Tiernahrung werden riesige landwirtschaftliche Anbauflächen beansprucht, die bewässert werden müssen. Zudem benötigen die Tiere große Mengen an Trinkwasser. Über die Gülleausfuhr können die Ausscheidungen der Tiere in den Wasserkreislauf gelangen, wodurch das Grundwasser belastet wird, vor allem mit Nitrat.

PETA stellt Ausstiegsplan aus der Tierwirtschaft vor

Um das Leben künftiger Generationen zu sichern sowie die Folgen der Klimakatastrophe abzumildern, benötigt es dringend eine Agrarwende hin zur tierfreien Landwirtschaft. PETA hat deshalb Ende Mai 2025 einen Strategieplan zum Ausstieg aus der Tierwirtschaft veröffentlicht und fordert die Politik damit zum Handeln auf. Die Tierrechtsorganisation zeigt anhand konkreter Schritte, wie der Umstieg auf veganen Ökolandbau gelingen kann. Pflanzliche Nahrungsmittel sparen im Vergleich zu tierischen Produkten zahlreiche Ressourcen ein und können weitaus umweltschonender hergestellt werden.

Mit der Dusch-Aktion macht PETA in fünf deutschen Städten auf den hohen Wasserverbrauch der tierhaltenden Landwirtschaft aufmerksam. / ©PETA Deutschland e.V.

Dieses und ein weiteres Bild stehen hier zum Download zur Verfügung.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] Ercin, A. E.; Aldaya, M. M.; Hoekstra, A. Y.: „The Water Footprint of Soy Milk and Soy Burgers and Equivalent Animal Products“. Ecological Indicators 18 (2012), S. 392–402.
[2] Xu, Xiaoming et al. (2021): Global greenhouse gas emissions from animal-based foods are twice those of plant-based foods, In: Nature Food volume 2, pages724–732 (2021). Online abrufbar unter: https://www.nature.com/articles/s43016-021-00358-x. (09.09.2026).

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