PETA erreichte Mitte August eine Whistleblower-Meldung zu einer Ziegenhaltung im Kreis Mittelsachsen. Eine Ziege wurde laut hinweisgebender Person über Tage allein auf einer Wiese mit einer kurzen Kette an einem Pflock gebunden. Umgehend nach der Meldung informierte die Tierrechtsorganisation das zuständige Veterinäramt des Landkreises Mittelsachsen. Dieses teilte einige Tage später mit, dass die Haltung kontrolliert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet worden seien. Nach Informationen von PETA war die Ziege verschenkt worden, obwohl vor Ort offenbar die Voraussetzungen fehlten, um sie artgerecht zu halten. Mittlerweile lebt das Tier mit Artgenossen in einer Herde. Die Tierrechtsorganisation dankt der Behörde für ihr schnelles Eingreifen.
„Dieser Vorfall zeigt erneut, dass Tiere keine Geschenke sind, sondern fühlende Lebewesen mit individuellen Bedürfnissen. Sich einen ‚Witz‘ auf Kosten der Tiere zu erlauben und die Ziege zu verschenken, war verantwortungslos. Wir danken dem Veterinäramt für ihr schnelles Handeln“, so Monic Moll, Fachreferentin für Whistleblower-Fälle bei PETA. „Die Haltung von Tieren muss immer gut überlegt sein: Sowohl der Platz als auch die Lebensumstände müssen mit der Tierhaltung vereinbar sein.“
Lebewesen sind keine Geschenke
Tiere sind keine Ware und eignen sich nicht als Überraschungsgeschenk. Einem fühlenden Individuum ein Zuhause zu schenken, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die zeit- und kostenintensiv ist – und das oftmals für viele Jahre. Deswegen muss die Entscheidung, ein Tier aufzunehmen, unbedingt wohlüberlegt getroffen werden, und zwar von der ganzen Familie.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
