Innerhalb eines Tages starben im Zoo Basel zwei Gorillas – der elfjährige Gorilla-Mann Mobali und ein erst vier Tage altes Gorillababy. Bereits in der Vergangenheit kam es in Basel zu tödlichen Konflikten unter Menschenaffen, etwa als Schimpanse Tatu 2020 nach seinem Transfer dorthin von Mitinsassen getötet wurde. Die Tierrechtsorganisation PETA übt scharfe Kritik an den Zooverantwortlichen. Dr. Yvonne Würz, Biologin und PETAs Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche, kommentiert:
„Die erneuten Todesfälle zeigen, dass es sich nicht um ein tragisches Einzelereignis handelt. Menschenaffen werden in Zoos nach Belieben vermehrt, weitergereicht und in menschengemachten Gruppenstrukturen zwangsvergesellschaftet, ohne ihr Bedürfnis nach Freiheit und Selbstbestimmung zu berücksichtigen. Wenn in beengten, künstlichen Zoogehegen Rückzug kaum möglich ist, können Konflikte schnell tödlich enden. Kein Mensch würde diese Widrigkeiten akzeptieren – warum muten wir genau das unseren nächsten Verwandten im Tierreich zu? Anstatt immer neue Menschenaffen für die Gefangenschaft zu produzieren, müssen Zoos die Zucht beenden. Jeder weitere Todesfall macht deutlich, dass Menschenaffen nicht länger Gefangene zur Unterhaltung des Publikums sein dürfen.“

Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann. Ein Bild von Dr. Yvonne Würz senden wir auf Anfrage gerne zu.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
