Tierquäler gesucht: Einem anonymen Zeugenhinweis zufolge wurden am Dienstag, dem 16. Januar, zwei Meerschweinchen tot in Heimbach aufgefunden. Die Tiere wurden gegen 22:30 Uhr auf dem Mittelstreifen der L169 kurz vor Heimbach nahe Baumholder entdeckt. Die Finderin fuhr bereits gegen 16:30 auf der Straße. Demnach kann der Zeitraum, in dem die Meerschweinchen auf die Straße kamen, zwischen 16:30 und 22:30 Uhr eingegrenzt werden. Die Zeugin nahm Kontakt zu einem Tierschutzverein auf. Dieser veröffentlichte einen Facebook-Post, wodurch ein Kleinanzeigen-Inserat vom selben Tag ausfindig gemacht wurden konnte. Darin wurden die beiden Meerschweinchen zum Verkauf angeboten. PETA hat am 26. Januar bei der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich entweder bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym. PETA hat zudem bei der Staatsanwaltschaft Stade Anzeige gegen Unbekannt erstattet und fordert, dass gegenüber dem oder der Verantwortlichen ein Tierhalteverbot ausgesprochen wird.
„Wir möchten helfen aufzuklären, warum die beiden Meerschweinchen gestorben sind. Der Verantwortliche muss schnellstmöglich gefunden werden, bevor noch weitere Tiere oder Menschen zu Schaden kommen“, so Annika Lewald, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Suche nach dem möglichen Täter unterstützen und potenzielle Zeugen ermutigen, bei Tiermisshandlungen nicht wegzusehen. Wer Tiere quält, schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten an Menschen zurück.“
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes, und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.

Die Bilder können hier heruntergeladen und für die Berichterstattung verwendet werden.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
