Rehbach: 42 Rinder sterben bei Stallbrand – PETA erstattet Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach 

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Rehbach (Kreis Bad Kreuznach) / Stuttgart, 19. Mai 2025 – Kein Entkommen: Einem Medienbericht zufolge ist am Montag, den 12. Mai, ein Feuer in einem Stall in Rehbach ausgebrochen. 42 der 87 im brennenden Gebäude eingeschlossenen Rinder starben qualvoll in den Flammen. 45 Tiere konnten gerettet werden. Einige von ihnen sind panisch vom landwirtschaftlichen Betrieb nach Rehbach geflüchtet und mussten mit Drohnen gesucht werden. Zehn Landwirte und Helfer erlitten einen Schock und überwiegend leichte Rauchgasvergiftungen. Ein Übergreifen des Brandes auf einen angrenzenden Stall konnte verhindert werden. Die Polizei ermittelt zur bislang unbekannten Brandursache. PETA hat am 14. Mai Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach erstattet. Noch immer sind unzureichende Brandschutzmaßnahmen ein häufiger Grund dafür, dass Tiere in Ställen qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen. Jährlich sterben so zehntausende Tiere bei Stallbränden, weil selbst die mangelhaften gesetzlichen Vorgaben nicht eingehalten werden.

„Der Tod eines jeden Tieres, das bei einem Stallbrand aufgrund mangelnder Brandschutzmaßnahmen stirbt, wurde nach Auffassung von PETA billigend in Kauf genommen“, so Julia Weibel, Fachreferentin bei PETA. „Die Politik ist gefragt, gesetzliche Regelungen zu verschärfen, um die Tiere vor dem Verbrennen zu schützen. Auch Verbraucherinnen und Verbraucher können etwas gegen solch schreckliche Vorfälle tun. Denn würden alle Menschen vegan leben, wäre das nicht passiert.“

PETA dankt den am Einsatz beteiligten Feuerwehrmitarbeiterinnen und -mitarbeitern, sowie allen Helfenden, die sich in dieser traumatisierenden Rettungsaktion für die Tiere eingesetzt haben.

Mangelnder Brandschutz in vielen Tierställen

PETA kritisierte in der Vergangenheit wiederholt bestehende Brandschutzvorschriften, da ein Schutz der Tiere so gut wie nicht geregelt ist. Zudem werden in der Praxis meist selbst diese unzureichenden Schutzmaßnahmen nicht umgesetzt. Wie auch im aktuellen Fall in Rehbach, kommt es durch eine kritische Lage der Löschwasserversorgung bei derartigen Bränden häufiger zu Verzögerungen, welche die Rettung der Tiere verhindern.

Landwirtschaftliche Tierhaltung bedeutet immer Tod

Tiere, die zu Ernährungszwecken gehalten werden, gelten als reine Produktionsgüter. Verbrennen oder ersticken sie bei einem Stallbrand, wird ausschließlich der entstandene Sachschaden berechnet. In der landwirtschaftlichen Tierhaltung bedeutet jedoch nicht nur ein Brandfall Leid und Tod. Ganz gleich, ob Rind, Schwein oder befiederte Tiere, ob konventionelle oder ökologische Haltung: Tiere als leidensfähige Lebewesen werden anhand ihrer Leistung und ihres Nutzens für den Menschen beurteilt. Für Fleisch, Milch und Eier werden sie ausgebeutet und getötet, obwohl sie ihr natürliches Lebensalter nicht annähernd erreicht haben. Kopfüber an einem Bein hängend wird ihnen im Schlachthaus die Kehle durchtrennt – Millionen Tiere sind dabei nicht ausreichend betäubt. [1]

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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