PETA kommentiert schöngefärbte Tierwohlindikatoren der Lobbyverbände
„Deutschen Kühen geht es gut“, zu diesem Schluss kommen die Lobbyverbände der Milchindustrie. Gleichzeitig überlebt jede dritte Kuh das Jahr nicht, und jede vierte erkrankt an schmerzhafter Euterentzündung. Für die Berechnung sogenannter Tierwohlindikatoren für das Jahr 2025 haben die Kontrollverbände und Rechenzentren des Bundesverbands Rind und Schwein e.V. (BRS) Informationen von rund 2,915 Millionen Kühen aus fast 30.000 Betrieben ausgewertet. Julia Weibel, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA, kommentiert:
„In deutschen Milchbetrieben stirbt jede dritte Kuh innerhalb eines Jahres an den Strapazen der Ausbeutung. Jede vierte leidet an Entzündungen ihres empfindlichen Euters. Dennoch behauptet die Branche, deutschen Kühen gehe es gut. Dass sie diese Zahlen als Erfolg wertet, verdeutlicht einmal mehr ihr eklatantes Unverständnis für die Bedürfnisse der Tiere. Die Milchindustrie degradiert fühlende Lebewesen zu Produktionsmaschinen, die einfach getötet, ausgetauscht und ersetzt werden. Das geschieht, um ein Sekret zu gewinnen, das nie für Menschen bestimmt war. Nur mit einer rein pflanzlichen Ernährung können wir uns dieser unmoralischen Ausbeutung entgegensetzen.“

Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann. Ein Bild von Julia Weibel senden wir auf Anfrage gerne zu.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
