Heute Vormittag machte PETA mit einer blutigen Darstellung auf die Qualen aufmerksam, die Affen in deutschen Laboren erleiden. Aktuell finden noch in acht Bundesländern Experimente an Tieren statt – unter anderem Hirnversuche in Göttingen oder Frankfurt am Main. Dabei gibt es längst tierleidfreie Forschungsmethoden. Am Gänseliesel-Brunnen stellten zwei Menschen die Hirnversuche an einer Person nach, während zahlreiche Aktive scheinbar tot am Boden lagen.
„Beim Menschen wäre es Folter – doch an Affen wird es völlig legal praktiziert“, so Sabrina Engel, Biotechnologin und Fachreferentin bei PETA. „Experimentatoren sperren die Tiere in enge Käfige, schnallen sie an Gestelle, bohren ihnen den Schädel auf und verweigern ihnen Wasser. Nach Jahren voller Leid werden die Affen getötet. Diese Grausamkeit darf niemand länger hinnehmen.“


Fotos der Aktion können hier heruntergeladen und für die Berichterstattung verwendet werden.
Grausame Versuche in mindestens acht Bundesländern dokumentiert
Mehrere Veröffentlichungen aus den Jahren 2019 bis 2025 dokumentieren Tierversuche in verschiedenen Bundesländern. In Baden-Württemberg spritzen Experimentatoren 13 Javaneraffen eine Substanz in die Glaskörper der Augen und entnahmen mehrfach Blutproben. Einige der Tiere wurden bis zu zehn Wochen später getötet. Zudem wurden Rhesusaffen narkotisiert und mit Ohrstangen sowie Mundstück fixiert, um Reaktionen im Gehirn auf verschieden schmeckende Flüssigkeiten zu beobachten. In Bayern wurde einem Pavian ein Schweineherz eingesetzt. Bei Experimenten in Hessen wurde Totenkopfäffchen per Magensonde ein Wirkstoff eingeflößt, zusätzlich wurden die Tiere mit Masern infiziert. Auch das Ernst Strüngmann Institut (ESI) missbraucht dort aktuell Tiere für Hirnversuche. In Niedersachsen führt das Deutsche Primatenzentrum aus Göttingen noch immer Hirn- und Infektionsexperimente an Affen durch. Außerdem wurde Herzmuskelgewebe in Rhesusaffen verpflanzt, bei den Tieren wurden künstlich Herzinfarkte ausgelöst. In Nordrhein-Westfalen fanden regulatorische Versuche an Affen statt, zudem wurde Hodengewebe von Weißbüschelaffen in Mäuse verpflanzt. In Sachsen wurden Weißbüschelaffen zu Magenspiegelungen und Biopsien gezwungen; bei Experimenten in Sachsen-Anhalt wurde die Pupillenreaktion von Weißbüschelaffen bei lauten Geräuschen beobachtet. Auch in Bremen laufen weiterhin Hirnversuche, deren Details jedoch nicht offengelegt sind. [1-9]
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
