PETA fordert FEI auf, Blutregel im Reitsport beizubehalten

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Im Vorfeld der Generalversammlung der Fédération Equestre Internationale (FEI), die vom 4. bis 7. November 2025 in Hongkong stattfindet, haben PETA USA und PETA Deutschland einen Brief an FEI-Präsident Ingmar de Vos gesandt. Darin fordern die Tierrechtsorganisationen, die bestehende Regel beizubehalten, die Pferde mit sichtbarem Blut am Körper oder aus Nase und Mund von Wettbewerben disqualifiziert.

PETA kritisiert einen vorgeschlagenen Regeländerungsvorschlag, der es verletzten Pferden erlauben würde, trotz sichtbarer Blutungen an Spring- und Dressurwettbewerben teilzunehmen. Die Organisationen argumentieren, dass eine solche Änderung das Wohl der Tiere gefährde, grausame Praktiken belohne und dem Ruf der FEI schaden könnte.

Internationale Vorfälle und Konsequenzen

In ihrem Schreiben verweist PETA auf mehrere Vorfälle aus der internationalen Reitsportszene, die die Notwendigkeit des Schutzes der Tiere unterstreichen. So wurde bei den Olympischen Spielen 2024 der italienische Reiter Emiliano Portale disqualifiziert, weil sein Pferd aus dem Mund blutete. Die britische Reiterin Charlotte Dujardin wurde für ein Jahr gesperrt, nachdem sie ein Tier mehrfach mit der Peitsche geschlagen hatte. Der kolumbianisch-amerikanische Trainer Cesar Parra erhielt eine 15-jährige Sperre, nachdem er gefilmt wurde, wie er ein Pferd schlug und ein anderes zu extremer Beugung zwang. Auch Schweizer und kanadische Olympiateilnehmer wie Martin Fuchs und Eric Lamaze gerieten aufgrund körperlicher Gewalt gegen die Tiere beziehungsweise tödlicher Unfälle mit Pferden in die Kritik. Weitere Reiter, darunter Ludger Beerbaum aus Deutschland und Sir Mark Todd aus Neuseeland, standen wegen des Einsatzes von Hilfsmitteln oder körperlicher Gewalt in der Öffentlichkeit unter Beobachtung.

Öffentliche Kritik und Forderungen

Die Kritik an der Praxis von Reitwettbewerben auf internationaler Ebene wird zudem von der Öffentlichkeit getragen: Mehr als 88.000 Menschen haben E-Mails an das Internationale Olympische Komitee geschickt und die Abschaffung der Reitwettbewerbe bei den Olympischen Spielen gefordert.

PETA betont, dass Pferde nicht freiwillig an Wettkämpfen teilnehmen und häufig durch Gewalt oder Zwang dazu gebracht werden. Die Organisationen fordern daher, die bestehenden Regeln nicht abzuschwächen, sondern konsequent einzuhalten, um das Wohl der Tiere zu schützen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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