Erfolg: PETA-Belohnungsaufruf führte zum Täter – Mann hatte zwei Hunde bei Eiseskälte in Brandenburg an der Havel ausgesetzt

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Tierquäler ermittelt: Im Fall der zwei Hunde, die in der Nacht auf Freitag, 9. Januar, in einem Kinderwagen in Brandenburg an der Havel ausgesetzt wurden, konnte der Täter gefasst werden. PETA setzte am 12. Januar eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung des Täters führten. Diese wurde nun ausgezahlt: Am 28. Januar kontaktierte die zuständige Polizei die Tierrechtsorganisation und teilte mit, dass zwei Personen den Verantwortlichen identifiziert und der Behörde gemeldet haben. Der Mann hat die Tat gestanden. Außerdem sei er schon öfter negativ im Umgang mit den Vierbeinern aufgefallen. Auch soll der Täter die Hunde laut Angaben der Polizei nicht mehr wiederbekommen. PETA dankt den hinweisgebenden Personen und der Polizei Brandenburg für ihr engagiertes Handeln.

„Wir danken den hinweisgebenden Personen – ihr Einsatz hat entscheidend dazu beigetragen, dass der Täter gefasst werden konnte. Unser Dank gilt auch der Polizei Brandenburg, die durch großes Engagement in diesem Fall hervorstach“, so Monic Moll, Fachreferentin bei PETA. „Wir sind erleichtert, dass der Mann die Hunde nicht zurückbekommt. Wer Tiere einfach nachts und bei Eiseskälte aussetzt, nimmt ihren Tod billigend in Kauf.“

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz findet auch Anwendung, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistungen unterlassen.

Adoptieren statt kaufen

Hunde beim Züchter zu kaufen, verschärft die Notsituation von heimatlosen Tieren. In deutschen Haushalten leben bereits über 10,5 Millionen Hunde [1]. Um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“ zu befriedigen, „produzieren“ Züchter jedoch weiterhin reichlich Nachwuchs – dabei werden jährlich allein in Deutschland insgesamt etwa 350.000 Tiere im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt. 25 bis 30 Prozent der Tiere bleiben ein Jahr oder länger im Tierheim. PETA appelliert daher an alle Tierfreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF): Heimtierpopulation in Deutschland 2024. Online abrufbar unter: https://www.zzf.de/marktdaten/heimtiere-in-deutschland. (20.02.2026).

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