Kein Tier ist ein Lebensmittel
Unter dem Motto „Kein Tier ist ein Lebensmittel“ macht das freiwillige Streetteam Koblenz am Samstag von 15 bis 16 Uhr Am Plan in Koblenz mit einer provokanten Aktion auf das Leiden der Tiere in der landwirtschaftlichen Tierhaltung aufmerksam. Eine mit Kunstblut verschmierte Person in hautfarbener Unterwäsche, die in einer lebensgroßen Fleischschale unter Zellophan verpackt ist, zeigt, wie im Supermarkt angebotenes Menschenfleisch aussehen könnte.
Details zur Aktion:
Datum: Samstag, 9. Mai 2026
Uhrzeit: 15 bis 16 Uhr
Ort: Am Plan, Koblenz
Ansprechpartner vor Ort: Freddy Nova Klein(den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)
„Egal ob Katze, Schwein oder Mensch: Tiere sind keine Lebensmittel. Vielmehr ist jedes Tier um seiner selbst willen auf diesem Planeten“, so Streetteam-Leitung Freddy Nova Klein. „Ein Schnitzel ist ein Teil eines Schweins, welches gelitten hat. Man hat ihm in den meisten Fällen ohne Betäubung den Schwanz abgeschnitten und seine Bewegungsfreiheit extrem eingeschränkt. Auch Hühner, Rinder, Schweine und Fisch gehören nicht auf den Teller.“
In Deutschland wird ein Großteil der Tiere auf engstem Raum, überwiegend ohne nennenswertes Tageslicht, gehalten. Nach einem Leben voller Ausbeutung werden sie im Schlachthaus getötet, wenn sie die Mastzeit überhaupt überleben. Die Kastration und die Enthornung bei Kälbern finden größtenteils ohne Betäubung statt, Hühnern brechen aufgrund des angezüchteten zu schnellen Wachstums oftmals die Knochen. Die Tiere haben stressvolle Transporte hinter sich, bevor sie qualvoll im Schlachthaus sterben – denn keine Betäubungsmethode ist für sie schmerz- und stressfrei. Aufgrund von Fehlbetäubungen werden Rinder, Schweine und Hühner häufig bei vollem Bewusstsein getötet. Laut Angaben der Bundesregierung sind je nach Betäubungsart 3,3 bis 12,5 Prozent der Schweine und vier bis über neun Prozent der Rinder nicht ausreichend betäubt, wenn Metzger sie an einem Bein aufhängen und ihnen kopfüber die Kehle durchtrennen. In absoluten Zahlen sind dies jährlich bis zu 300.000 Rinder und weit über 5 Millionen Schweine – die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich weitaus höher. Für Hühner und Puten wurde noch keine Fehlbetäubungsrate ermittelt. Dies könnte unter anderem damit zusammenhängen, dass diese Lebewesen im Schlachthof nur in Tonnen und nicht als Individuen angegeben werden.
PETA präsentiert Ausstiegsplan aus der Tierwirtschaft
Die tierhaltende Landwirtschaft tötet jedes Jahr allein in Deutschland rund 750 Millionen fühlende Lebewesen und gehört zu den ressourcenintensivsten und umweltschädlichsten Wirtschaftszweigen unserer Zeit. [1] Es braucht dringend eine Agrarwende hin zur tierfreien Landwirtschaft, um das Leben künftiger Generationen zu sichern. PETA hat aus diesem Grund Ende Mai einen Strategieplan für den Ausstieg aus der Tierwirtschaft veröffentlicht und fordert die Politik damit zum Handeln auf. Die Tierrechtsorganisation zeigt anhand konkreter Schritte, wie der Umstieg auf veganen Ökolandbau gelingen kann – um die Zukunft von Tieren und Menschen zu sichern sowie Klimaextremen zu begegnen. Zudem präsentiert der Plan eine Strategie für den Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung.
Das PETA Streetteam Koblenz ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

Das druckfähige Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
