Kein Entkommen: Einem Medienbericht zufolge ist am Freitagabend ein Feuer in Waging am See ausgebrochen. Alle zehn dort untergebrachten Ponys starben qualvoll in den Flammen. Die Brandursache ist noch unklar. Um auf mögliche Verstöße gegen tierschutzrechtliche Straftatbestände hinzuweisen und das öffentliche Interesse an einer gründlichen Ermittlung zu betonen, hat PETA am 4. Mai Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Traunstein erstattet. Noch immer sind unzureichende Brandschutzmaßnahmen ein häufiger Grund dafür, dass Tiere in Ställen qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen. Seit Beginn des Jahres 2026 wurden bundesweit bereits 21 Stallbrände öffentlich bekannt, bei denen Tiere getötet wurden. Jährlich sterben Zehntausende Tiere bei Stallbränden, weil selbst die mangelhaften gesetzlichen Vorgaben nicht eingehalten werden.
„Der Tod eines jeden Tieres, das bei einem Stallbrand aufgrund mangelnder Brandschutzmaßnahmen stirbt, wurde nach Auffassung von PETA billigend in Kauf genommen“, so Julia Weibel, Fachreferentin bei PETA. „Die Politik ist gefragt, gesetzliche Regelungen zu verschärfen, um die Tiere vor dem Verbrennen zu schützen.“
PETA dankt den am Einsatz beteiligten Feuerwehrmitarbeiterinnen und -mitarbeitern sowie allen Helfenden, die sich in dieser traumatisierenden Rettungsaktion für die Tiere eingesetzt haben.
Mangelnder Brandschutz in vielen Tierställen
PETA kritisierte in der Vergangenheit wiederholt bestehende Brandschutzvorschriften, da der Schutz der Tiere so gut wie nicht geregelt ist. Selbst diese unzureichenden Schutzmaßnahmen werden in der Praxis meist nicht umgesetzt. Durch eine kritische Lage der Löschwasserversorgung kommt bei derartigen Bränden die Rettung für Tiere häufig zu spät.
Pferdesport bedeutet immer Tierleid – auch im Hobbybereich
Sowohl im Freizeit- als auch im Turniersport müssen Pferde Menschen auf ihren Rücken tragen – allein in Deutschland bezeichnen sich laut einer Studie 2,32 Millionen Menschen als „Reiter“. [1] Oft werden beim Reiten die eigenen Interessen über die Bedürfnisse der sensiblen Tiere gestellt. Falsches Sitzen, großes Gewicht oder unnatürliche Bewegungen können das empfindliche Gebilde der Wirbelsäule sowie Bandscheiben, Bänder, Sehnen und Muskulatur der Pferde schädigen. Um die Tiere gefügig zu machen, kommen häufig auch tierquälerische „Hilfsmittel“ und schmerzhafte Trainingsmethoden zum Einsatz. Auch in den meisten Reitschulen oder bei Hobbyreitern ist das Leid der Pferde immer wieder zu beobachten: Zum Beispiel durch Reiterinnen und Reiter, die permanent gegen den empfindlichen Bauch der Pferde klopfen oder sich an den Zügeln festhalten, was für die Tiere sehr schmerzhaft sein kann. In Deutschland leben etwa 1,3 Millionen Pferde.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
