Trotz Pferdemissbrauch: Martin Fuchs und Christian Kukuk starten beim TSCHIO Aachen – PETA kritisiert „Reitsportevent“ scharf  

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Tierquälerei ist kein Sport: Vom 22. bis 24. Mai findet in Aachen das internationale Reitturnier CHIO statt – dieses Jahr unter dem Motto „TSCHIO Aachen“. PETA kritisiert das „Reitsportevent“ scharf. Denn auch in diesem Jahr dürfen wieder Reiter teilnehmen, die ihre Pferde misshandelt haben, darunter der Schweizer Springreiter Martin Fuchs sowie der Deutsche Christian Kukuk. Videomaterial zeigt, wie Fuchs in der Vergangenheit wiederholt mit Hand und Gerte auf sein Pferd einschlug. Christian Kukuk wandte bei einem Weltcup-Springen im vergangenen Jahr die Rollkur bei seinem Pferd an. PETA fordert die Veranstalter der TSCHIO auf, Teilnehmer von Turnieren konsequent auszuschließen, wenn diese die ohnehin geringen Standards des Tierschutzes missachten. 

„Dass beim TSCHIO Aachen erneut Reiter teilnehmen dürfen, die durch Gewalt gegen Tiere aufgefallen sind, zeigt, dass die Veranstalter dem Tierschutz keine Bedeutung beimessen“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Pferde sind keine Sportgeräte. Events, bei denen Pferde mit Gewalt zu gefährlichen Höchstleistungen gezwungen werden, haben keine Daseinsberechtigung.“ 

Für Fuchs zahlte sich im vergangenen Jahr sein tierschutzwidriges Verhalten im Turnier um den Rolex-Grand Prix in Aachen aus: Er heimste eine Luxus-Uhr und ein Preisgeld von 500.000 Euro ein. Fuchs offene Gewalt gegenüber Pferden bei Wettbewerben wirft nach Ansicht von PETA ernsthafte Fragen über die Zustände auf dem privaten Hof des Reiters auf, wenn keine Kameras mitlaufen. PETA hatte sich 2025 an die Veranstalter des CHIO sowie das zuständige Veterinäramt gewandt und eine Überprüfung seines Reitstalls in Bietenholz gefordert.  

Christian Kukuk wandte bei einem Turnier in Verona im vergangenen Jahr die Rollkur an und fügte seinem Pferd ‚Just be gentle‘ damit Leid zu. [1] Das zuständige Kreisveterinäramt Steinfurt antwortete auf PETAs Anzeige im November 2025, dass es in dem Sachverhalt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz sehe und Maßnahmen einleiten würde.  

Pferdesport“: Unnatürlich & gefährlich 


Beim Springreiten werden Pferde dazu gezwungen, in kürzester Zeit über verschiedene Hindernisse eines Parcours zu springen. In den höchsten Klassen sind die Hindernisse bis zu 1,60 Meter hoch. Die Tiere springen in der Natur nur in ausweglosen Situationen über Hürden – das Springreiten entspricht in keiner Weise dem natürlichen Bewegungsverhalten von Pferden. Im Wettkampfsport werden sie zudem schon im jungen Alter von drei Jahren gezwungen, hohe Barrieren zu bewältigen. Da ihr Bewegungsapparat zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig ausgebildet ist, sind gesundheitliche Probleme oder tödliche Stürze keine Seltenheit. 

Grausame Trainingsmethoden 


Auch der Einsatz von Peitschen ist beim Springreiten gängig. Erst vor wenigen Wochen veröffentlichte PETA ein Video das zeigt, wie die bekannte Springreiterin Alessandra Reich auf mehreren Turnieren ihr Pferd massiv schlägt. Über Schmerz und Angst sollen Pferde im Training und bei Turnieren gefügig gemacht werden. Als Fluchttiere geraten sie dabei in immensen Stress. Eine häufige Folge ist das „Koppen“ – ein Verhalten, bei dem Pferde durch das Schlucken von Luft versuchen, stressbedingte Anspannung abzubauen. Es gilt als Zeichen schweren seelischen Leids. 

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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