Organisation fordert tierfreie Ferienanlagen an allen Standorten
PETA erreichten in den vergangenen Jahren wiederholt Meldungen von Feriengästen der Center Parcs Bispinger Heide, die sich besorgt und empört über die dortige Unterbringung der Tiere äußerten. In der sogenannten „Market Dome“-Halle wurden bis zuletzt drei Flamingos auf einer Indoor-Teichanlage gehalten. PETA meldete die Missstände mehrfach beim Veterinäramt Heidekreis und ermutigte Hinweisgeber, dies ebenfalls zu tun. Wie die Behörde nun bestätigte, wurde die Abgabe der Flamingos sowie der Enten an einen Vogelpark angeordnet und damit die Vogelhaltung eingestellt. Schildkröten und Fische werden jedoch weiterhin in Bispingen gehalten. PETA appelliert daher an das Unternehmen mit Sitz in Köln, an allen Standorten die Haltung von Tieren zu beenden.
„Flamingos sind keine Dekorationsobjekte, sondern fühlende Individuen“, so Biologin Dr. Yvonne Würz, PETAs Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche. „In anderen Anlagen der Center Parcs werden weiterhin Flamingos, Papageien und andere Tiere zur Schau gestellt. Dass die Veterinärbehörde die Vogelhaltung in Bispingen beendet hat, ist ein wichtiger Schritt – jetzt muss das Unternehmen konsequent nachziehen und aufhören, Tiere als lebendige Kulisse zu missbrauchen.“

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PETA und Augenzeugen kritisieren Vogelhaltung seit Jahren
Bereits 2017 hatte PETA die zuständige Veterinärbehörde gebeten, die Vogelhaltung in den Center Parcs Bispinger Heide zu untersagen. In den darauffolgenden Jahren gingen bei der Tierrechtsorganisation immer wieder Beschwerden von Augenzeugen ein, die ihre Beobachtungen teils auch der Behörde meldeten. Nach Angaben der Hinweisgeber waren die Vögel dem Publikum ohne ausreichende Rückzugs- oder Ruhemöglichkeiten ausgeliefert. Berichtet wurde unter anderem von einer hohen Lärmbelastung für die Tiere, da sich in der „Market Dome“-Halle Restaurants, ein Supermarkt sowie ein Indoor-Spielparadies für Kinder befinden und regelmäßig abendliche Shows veranstaltet werden. Zudem sollen die Vögel auch direkt von Besuchenden belästigt worden sein.
Auch aus anderen Einrichtungen der Ferienpark-Kette erhält PETA regelmäßig Hinweise. Laut einer Meldung vom März 2025 wurden in den Center Parcs Bostalsee Papageien in einer beengten Voliere in einer Indoor-Spielhalle gehalten. Ob sie dort weiterhin untergebracht sind, ist der Tierrechtsorganisation derzeit nicht bekannt.
PETA setzt sich grundsätzlich dafür ein, dass Vogelarten wie Flamingos, Enten oder Papageien nicht zu Unterhaltungszwecken oder als „lebendige Kulisse“ eingesperrt werden. Ein artgemäßes Leben ist ihnen in Gefangenschaft nicht möglich. Ostafrikanische Rosaflamingos können beispielsweise auf dem Weg zwischen Brut- und Nahrungsgebieten binnen einer Nacht bis zu 640 Kilometer zurücklegen und dabei Geschwindigkeiten von bis zu 55 Kilometern pro Stunde erreichen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
