Tierrechtsorganisation appelliert an Menschen und Politik: „Kuhmilch ist für Kuhkinder!“
Mit Kuhkostümen und Videoaufnahmen aus der Milchindustrie protestiert das freiwillige PETA Streetteam Dortmund am Samstag in der Innenstadt, Westenhellweg 10/Ecke Weddepoth, gegen die Ausbeutung von Kühen. Allein in Deutschland werden jedes Jahr knapp vier Millionen Kühe zu Produktionsmaschinen degradiert und immer wieder zwangsgeschwängert, um den Milchfluss konstant hoch zu halten. Wie Menschen produzieren sie Milch als Nahrung für ihre Neugeborenen. Doch stillen und umsorgen können Kuhmütter ihre Kinder nicht, da sie häufig kurz nach der Geburt voneinander getrennt werden. Die Ausbeutung und daraus resultierende Krankheiten quälen die Tiere oftmals, bis sie weit vor ihrer möglichen Lebenserwartung im Schlachthaus getötet werden.
Details zur Aktion:
Datum: Samstag, 30. Mai 2026
Uhrzeit: 13:00 bis 14:00 Uhr
Ort: Westenhellweg 101/Ecke Weddepoth, 44137 Dortmund
Demoaufbau: Vier Aktive tragen Kuhkostüme und halten Monitore mit Aufnahmen aus der Milchindustrie. Weitere Unterstützende halten Plakate und Banner mit Aufschriften wie „Du bist kein Kuhbaby“. Zudem werden Passanten per Lautsprecher informiert.
Kontakt vor Ort: Tim Werner (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)
„Hinter Milchprodukten stehen getrennte Kuhfamilien, gequälte Tiere und schamlose Ausbeutung. Kühe werden in einen Kreislauf von Schmerz, Leid und Tod hineingezwungen und Jahr für Jahr meist unmittelbar nach der Geburt von ihren Neugeborenen getrennt“, so Streetteam-Leitung Tim Werner. „Wer dieses System nicht unterstützen möchte, greift zu pflanzlichen Alternativen. Kuhmilch ist für Kuhkinder – nicht für Menschen.“
Das Leid der Kühe in der Milchindustrie
Genau wie menschliche Mütter sind Kühe neun Monate lang schwanger und geben nur Milch, nachdem sie ein Kind zur Welt gebracht haben. Sie kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs und haben eine enge Bindung zueinander, die ein Leben lang bestehen kann. In der landwirtschaftlichen Tierhaltung wird ihnen dieses natürliche Bedürfnis jedoch verwehrt. Neugeborene werden Kuhmüttern bereits kurz nach der Geburt entrissen – oft schreien die beiden tagelang nacheinander. Genau wie die Mutter endet das Kalb, sofern es die Strapazen überlebt, im Schlachthaus – meist nach einer qualvollen Mast und einem langen Transport.
Milchprodukte mit katastrophaler Umweltbilanz
Milchprodukte haben zudem erhebliche negative Auswirkungen auf Umwelt und Klima – Butter gilt als klimaschädlichstes Lebensmittel. [1] Ein Kilogramm Bio-Butter ist zehnmal klimaschädlicher als konventionelle Margarine. [2] Im Vergleich zu einem Liter Pflanzenmilch benötigt die Produktion eines Liters Kuhmilch die zwölffache Landnutzung und verursacht dreimal so viele Treibhausgasemissionen.
Das PETA Streetteam Dortmund ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
