Reutlingen: Katze mit Schnur an Kratzbaum gebunden und ausgesetzt – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

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Tierquäler gesucht: Laut einem Medienbericht haben Unbekannte in Reutlingen-Betzingen eine Katze ausgesetzt. In den Pfingstferien entdeckte eine Mutter mit ihren zwei kleinen Kindern das Tier, das mit einer Schnur an einen Kratzbaum festgebunden wurde. Daneben stand eine benutzte Katzentoilette. Trotz Allergie nahm die Frau die Katze samt Utensilien mit nach Hause und informierte das Tierheim Reutlingen, welches das Tier unverzüglich samt Equipment abholte. Bei einer Untersuchung stellte sich heraus, dass es sich um eine weibliche Jungkatze handelt. Sie ist weder kastriert noch gechipt oder tätowiert. Die Katze war bereits rollig und hatte Zysten an ihren Eierstöcken. Im Tierheim erhielt sie den Namen Kesha.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder bei der Tierrechtsorganisation zu melden: telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail und auch anonym.

„Wir wollen aufklären, wer Kesha einfach an den Kratzbaum gebunden und sie zurückgelassen hat. Eine solche Tat kann zu schweren körperlichen, aber auch psychischen Leiden bei den betroffenen Tieren führen“, so Monic Moll, Fachreferentin bei PETA. „Der oder die Halterin hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und stattdessen das Tierheim um Hilfe bitten müssen. Die Katze einfach auszusetzen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.“

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Katzenschutzverordnungen verringern Tierleid

Die Tierrechtsorganisation setzt sich für eine bundesweite Registrierungs- und Kastrationspflicht für Katzen ein. Durch eine Registrierung der Tiere können Mensch und Katze schnell und auf einfachem Wege einander zugeordnet werden – auch in Notfällen. Zudem tragen Kastrationen dazu bei, die Population heimatloser Katzen auf Dauer zu reduzieren.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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