Vom 16. bis 18. Juni finden in Bernburg die DLG-Feldtage statt. PETA wird auf der Freilandmesse der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) mit einem Stand vertreten sein. Besucherinnen und Besucher finden die Tierrechtsorganisation in der Zelthalle am Stand A18. Dort informiert PETA über die bio-vegane, tierfreie Landwirtschaft und stellt Maßnahmen aus dem umfassenden Strategieplan zum Ausstieg aus der Tierwirtschaft vor.
„Wir freuen uns, auf dieser bedeutenden Messe für den Pflanzenbau den veganen Ökolandbau als ernstzunehmende und zukunftsfeste Landwirtschaftsform weiter sichtbar zu machen“, so Julia Weibel, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Eine tierfreie Landwirtschaft schützt nicht nur jährlich Millionen von empfindsamen Lebewesen vor Ausbeutung und Tod. Sie schafft auch ein System, in dem ressourcenschonend sowie im Einklang mit der Natur gewirtschaftet werden kann.“
Julia Weibel steht auf den DLG-Feldtagen am Stand der Tierrechtsorganisation in der Zelthalle am Stand A18 für Interviews zur Verfügung. Den Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.
Die DLG-Feldtage gelten als Deutschlands führende Freilandmesse für den professionellen Pflanzenbau. Sie findet alle zwei Jahre an wechselnden Standorten statt. Sich selbst versteht die Messe als Festival des modernen Pflanzenbaus. Unter dem diesjährigen Motto „Pflanzenbau out of the Box“ bietet die Messe den idealen Rahmen, um auf die Notwendigkeit einer grundlegenden Agrarwende aufmerksam zu machen.
PETA stellt Ausstiegsplan aus der Tierwirtschaft vor
Die tierhaltende Landwirtschaft tötet jedes Jahr allein in Deutschland rund 750 Millionen fühlende Lebewesen und gehört zu den ressourcenintensivsten und umweltschädlichsten Wirtschaftszweigen unserer Zeit. Eine Agrarwende hin zur tierfreien Landwirtschaft würde das Leben künftiger Generationen sichern sowie die Folgen der Klimakatastrophe abmildern. PETA hat deshalb Ende Mai 2025 einen Strategieplan zum Ausstieg aus der Tierwirtschaft veröffentlicht und fordert die Politik damit zum Handeln auf. Die Tierrechtsorganisation zeigt anhand konkreter Schritte, wie der Umstieg auf veganen Ökolandbau gelingen kann. Pflanzliche Nahrungsmittel sparen im Vergleich zu tierischen Produkten zahlreiche Ressourcen ein und können weitaus umweltschonender hergestellt werden. Unterstützung bei der Entwicklung erhielt die Organisation von Martin Müller, dem Gründer der Initiative „landwirtschaft.jetzt“.
Biologische Landwirtschaft: kaum Verbesserung für die Tiere
Obwohl die ökologische Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz leistet, bedeutet „bio“ nicht automatisch mehr „Tierwohl“. Auch Bio-Betriebe züchten Tiere gegen ihren Willen, halten sie nicht artgerecht und töten sie lange vor dem Erreichen ihrer natürlichen Lebenserwartung im Schlachthaus. Die ökologische Landwirtschaft verzichtet zwar weitgehend auf den Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngern, setzt aber häufig auf organische Dünger tierischen Ursprungs. Neben Gülle umfassen diese auch Hornspäne, Haarmehlpellets und Knochenmehle.
Techniken zur naturnahen Bewirtschaftung und pflanzlichen Kreislaufwirtschaft: veganer Ökolandbau in Deutschland
Um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, kommen im veganen Ökolandbau viele natürliche Techniken zum Einsatz. Dazu zählen vielfältige Fruchtfolgen, Mulchen, Düngen mit pflanzlichen Gärresten oder die Verwendung von Kompost. Erste Erfahrungen mit biozyklisch-vegan bewirtschafteten Flächen zeigen positive Effekte auf Bodenfruchtbarkeit und Humusaufbau. [1, 2] Mithilfe dieser Techniken ist es möglich, Stickstoff in den Boden einzuarbeiten – ganz ohne Gülledüngung. Leguminosen wie Ackerbohnen, Lupinen und Soja binden Stickstoff aus der Luft und stellen ihn Pflanzen, die später in der Fruchtfolge angebaut werden, zur Verfügung. [1, 2, 3] Viele dieser Leguminosen eignen sich direkt als Nahrung für den Menschen. Dadurch lassen sich Ressourcen effizienter nutzen, ohne Tiere auszubeuten oder zu töten.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
