„Falknershow“ beim Wikingersommer in Witzwort – PETA kritisiert tierschutzwidrigen Programmpunkt

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Beim Wikingersommer, der am kommenden Wochenende in Witzwort stattfindet, soll es eine sogenannte Falknershow mit Falken, einem Bussard und anderen Greifvögeln geben. PETA kritisiert, dass die Tiere auf dem Fest inmitten von Menschenmassen und Lärm erheblichem Stress ausgesetzt werden. Die Tierrechtsorganisation appellierte am 10. Juni an die Veranstalter, dieses und künftige Events nur noch ohne die Beteiligung von Tieren durchzuführen.

„In der Falknerei werden Greifvögel zu Jagdwaffen degradiert. Auf Veranstaltungen wie Mittelaltermärkten werden sie für Shows missbraucht, stundenlang angebunden oder durch Menschenmengen getragen. In Freiheit fliegen die Tiere weite Strecken“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Tiere sind keine Kulisse für Mittelaltermärkte.“

PETA erhält jedes Jahr Beschwerden von Besuchern von Mittelaltermärkten, auf denen Greifvögel als vermeintliche Attraktion präsentiert werden. Versuche, dem Stress durch Wegfliegen zu entkommen, werden durch die Anbindung unmöglich gemacht.

PETA fordert generelles Verbot der Falknerei

Falkner sind meist Hobbyjäger, die Falken und Greifvögel wie Adler, Habichte oder Bussarde einsperren und über Nahrungsentzug gefügig machen, um sie bei der Beizjagd auf andere Wildtiere zu hetzen. Die sensiblen und hochintelligenten Vögel jagen in Freiheit, um zu überleben. Falkner richten sie schon als Jungtiere ab, wobei sie größtenteils auf den Menschen fehlgeprägt werden, und nutzen sie dann für die Jagd auf Hasen, Tauben, Füchse oder andere Tiere aus. Gängige Haltungsform in der Falknerei ist die stunden- oder tagelange Anbindung der Vögel, sodass sie große Teile ihres Lebens an den Füßen angebunden auf einem Holzpflock verbringen. Ein selbstbestimmtes Leben wird ihnen verwehrt. Gemäß den in Deutschland geltenden Mindestanforderungen an die falknerische Haltung von Greifvögeln ist die Haltung zulässig, wenn sie jeden zweiten Tag kurz fliegen dürfen – und dies nur in der Trainings- und Freiflugzeit. Ihrem natürlichen Verhalten können sie somit kaum nachgehen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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