Weitere Tiere sind in Lebensgefahr
Einem Medienbericht zufolge hat das Amtsgericht Paderborn einen 51-Jährigen aus Borgentreich wegen der grausamen Tötung von Kater Kevin zu 20 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts hat der Landwirt den Vierbeiner Anfang Februar lebend in einen Holzofen gesteckt und verbrannt. Der Richter hielt ihm vor, äußerst empathielos gewesen zu sein. Das Verfahren gegen einen mitangeklagten 21-Jährigen, der beim Einfangen des Tieres geholfen haben soll, wurde gegen Zahlung einer Geldauflage von 2.000 Euro eingestellt. PETA forderte gestern das Veterinäramt im Kreis Höxter auf, ein umfassendes Tierhalte- und Betreuungsverbot für die beiden Männer zu verhängen. Jana Hoger, Tierpsychologin und Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA, kommentiert:
„Wir begrüßen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen wurden, halten das Strafmaß angesichts der Schwere der Tat jedoch für nicht ausreichend. Allein die Vorstellung, wie lange Kevins Todeskampf im Ofen gedauert haben muss, ist kaum zu ertragen. Kein Urteil kann Kevin sein Leben zurückgeben, doch zum Schutz anderer Tiere müssen jetzt klare Konsequenzen folgen. Für beide Täter, darunter ein Landwirt, muss umgehend ein umfassendes Tierhalte- und Betreuungsverbot verhängt werden. Menschen, die zu solch massiver Gewalt fähig sind und sich scheinbar auch noch daran erfreuen, dürfen niemals wieder Zugang zu Tieren haben.“

Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann. Ein Bild von Jana Hoger senden wir auf Anfrage gerne zu.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.