Nächster Tierschutzskandal: Nach einer großen Aufdeckung und monatelangem Einsatz lokaler Tierschutzorganisationen und PETAs rumänischer Partner wurde die von der Firma Aspa Ivets in Giurgiubetriebene Hundetötungsstation „Uzunu“ durch die Behörden geschlossen und soll nie wieder öffnen dürfen. Vor Ort befinden sich jedoch noch immer knapp 240 Hunde, die von lediglich zwei Mitarbeitern kaum versorgt werden. Wegen fehlender medizinischer Hilfe, Nahrung und Unterstützung leiden die Vierbeiner unter Krankheiten, verletzen sich gegenseitig und sterben qualvoll. In einem Brief fordert PETA die zuständigen Behörden und politischen Entscheidungsträger in Rumänien auf, unverzüglich alle gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen einzuleiten, um den Hunden vor Ort sofort zu helfen. Die Tierrechtsorganisation spricht von einem akuten Tierschutzfall.
„Die rund 240 zurückgelassenen Hunde leiden und sterben nach der Schließung dieses Horrorortes qualvoll. Sie werden kaum noch versorgt, sind abgemagert, krank, verletzen sich gegenseitig und ringen ums Überleben. Bildmaterial zeigt die völlig entkräfteten Vierbeiner, die verwahrlost und schutzlos auf ihren qualvollen Tod warten. Die rumänischen Behörden müssen sofort Verantwortung und die Versorgung übernehmen“, so Harald Ullmann, Vorstandsvorsitzender von PETA Deutschland.
„Es ist die moralische Pflicht der Behörden und des rumänischen Staates, jetzt zu handeln und nicht länger wegzusehen“, so Jana Hoger, stellvertretende Projektleiterin von PETA HELPS ROMANIA. „Die Situation ist ein akuter Tierschutznotfall. Jeder weitere Tag bedeutet vermeidbares Leid, vermeidbare Qualen und vermeidbare Todesfälle.“
Öffentliche Gelder finanzieren ein tödliches System
PETA steht gemeinsam mit ihren Partnern vor Ort stetig in Kontakt mit den zuständigen Behörden und politisch Verantwortlichen in Rumänien. Eine umfassende Studie zum Management von Straßenhunden, die erstmals 2021 durchgeführt und im Februar 2026 aktualisiert wurde, zeigt: Zwischen 2001 und 2025 wurden rund 2,758 Millionen Hunde in Rumänien eingefangen. Davon wurden 1,285 Millionen getötet oder starben in Tierheimen an Krankheiten, mangelnder Versorgung oder Hunger. Rund 1,012 Milliarden Euro an öffentlichen Geldern wurden für dieses System ausgegeben.
PETA HELPS ROMANIA: ein karitatives Tierschutzprojekt
Seit über sieben Jahren arbeitet das Team von PETA HELPS ROMANIA vor Ort an 365 Tagen im Jahr für die Tiere in Rumänien. Im Mittelpunkt des Projekts steht die politische Arbeit, um sich auf dieser Ebene für einen humanen Umgang mit Hunden einzusetzen. Im Bildungsbereich soll im Rahmen von Tierschutzarbeit Empathie und Mitgefühl für alle Tiere gestärkt werden. Nicht zuletzt zählen auch die Kastration von Hunden und Katzen und deren medizinische Versorgung dazu. So konnte seit Beginn des Projekts bereits rund 80.000 Tieren geholfen werden. 16.000 Kinder haben an PETAs Tierschutzunterricht in den vergangenen Jahren teilgenommen.

Dieses und weitere Bilder können hier heruntergeladen und für die Berichterstattung verwendet werden.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
