Das freiwillige PETA Streetteam Koblenz veranstaltet am Samstag ab 15 Uhr auf dem Richard Wilke Platz ein umgedrehtes Festmahl: Aktive in Tierkostümen nehmen an einem Tisch Platz und „verspeisen“ einen Menschen. Unter dem Motto „Der Unterschied ist nur in deinem Kopf“ machen die Protestierenden mit der Aktion auf den in der Gesellschaft verbreiteten Speziesismus aufmerksam, also auf die Diskriminierung bestimmter Lebewesen allein aufgrund ihrer Artzugehörigkeit.
Details zur Aktion:
Datum: Samstag, 18 Juli 2026
Uhrzeit: 15 bis 16 Uhr
Ort: Richard Wilke Platz, Altlöhrtor 2, 56068 Koblenz
Kontakt vor Ort: Freddy Nova Klein (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)
„Mit unserer Aktion wollen wir den Menschen zeigen, dass der Unterschied zwischen Menschen und Tieren und zwischen ‚Haustieren‘ und sogenannten Nutztieren nur in unserem Kopf existiert. Wir müssen uns von diesem System befreien und aufhören, die Dinge nur aus menschlicher Perspektive zu betrachten. Tiere wollen genau wie wir frei von Angst und Schmerz leben – und es liegt in unserer Verantwortung, ihnen dies zu ermöglichen“, so Streetteam-Leitung Freddy Nova Klein.
Ungleichbehandlung aufgrund von Speziesismus
Die meist unterschiedliche Behandlung von geliebten „Haustieren“ und ausgebeuteten „Nutztieren“ basiert auf speziesistischem Denken. Speziesismus ist die Abwertung empfindungsfähiger Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit. So empfinden viele Menschen Hunde und Katzen als Familienmitglieder und lehnen es ab, sie zu halten, auszubeuten und zu töten wie Schweine, Rinder oder Hühner. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen. Diese Denkweise führt dazu, dass Menschen glauben, sie hätten das Recht, sogenannte Nutztiere auszubeuten. Trotzdem betrifft Speziesismus auch sogenannte Haustiere: Sie werden zur menschlichen Unterhaltung benutzt, oftmals unter tierschutzwidrigen Bedingungen (qual-)gezüchtet und wie Ware verkauft. Auch für Tierversuche werden sie missbraucht. Dass Speziesismus in unseren kulturellen Normen verankert ist, zeigt sich beispielsweise auch in unserer Alltagssprache: Fühlende Lebewesen werden als „Nutztiere“ bezeichnet und Redewendungen wie „ein Hühnchen mit jemandem rupfen“ normalisieren die Gewalt an Tieren.
Über 750 Millionen getötete Lebewesen pro Jahr – wie tierlieb sind wir wirklich?
Viele Menschen nehmen beim Konsum von Fleisch und anderen Produkten tierischer Herkunft das getötete Lebewesen dahinter nicht wahr. Allein in Deutschland sind jährlich über 750 Millionen Landlebewesen für Fleisch-, Milch- und Eierproduktion überwiegend in engen Ställen eingesperrt. Dort leiden sie oft unter betäubungslosen Verstümmelungen wie Enthornungen, Kastrationen oder dem Abschneiden von Schwänzen und Schnäbeln. Im Schlachthof erfolgt das Töten häufig unter unzureichender Betäubung, wodurch die Tiere durch langsames Verbluten einen extrem qualvollen Tod erleiden. Dabei spielt es keine Rolle, ob „Bio“- oder konventionelle Haltung – alle Tiere sterben lange vor ihrer natürlichen Lebenserwartung.
Das PETA Streetteam Koblenz ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

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PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.
