Am Samstag wurde Luchs Mikaesch in Haltern am See von einem Jäger getötet, nachdem er einen Hund bedroht haben soll. Luchse gelten als scheue Tiere, die Begegnungen mit Menschen in der Regel meiden. Vor etwa zwei Wochen war Mikaesch auf bislang ungeklärte Weise aus seinem Gehege im Naturwildpark Granat entkommen. Der Vorfall reiht sich in die Kritik an dem Wildpark ein: Erst im März hatte PETA nach erneuten Hinweisen auf eine mögliche Vernachlässigung von Tieren Strafanzeige gegen den Betreiber erstattet. Die Organisation fordert ein Ende der Haltung von Luchsen und anderen Wildtieren in Zoos und Wildparks. Dr. Yvonne Würz, Biologin und Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA, kommentiert:
„Erst eingesperrt, dann ausgebrochen und schließlich erschossen: Mikaesch hat die Sehnsucht nach Freiheit mit dem Leben bezahlt. Immer wieder kommt es in Zoos zu Unfällen und Ausbrüchen, die für Tiere tödlich enden können und auch Menschen in Gefahr bringen. Kein noch so großes Gehege kann den natürlichen Bedürfnissen von Wildtieren gerecht werden. Wer verhindern will, dass die Gefangenschaft für weitere Tiere tödlich endet, muss aufhören, fühlende Lebewesen für die Schaulust von Menschen auszustellen.“
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Ein Bild von Dr. Yvonne Würz senden wir auf Anfrage gerne zu.
