„Hell on Wheels“ in Heidelberg: PETA Streetteam konfrontiert Menschen mit den Schreien von Schweinen aus Tiertransporter

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Die Hölle auf Rädern: Wer am Sonntag zwischen 14:00 und 15:50 Uhr auf dem Universitätsplatz in Heidelberg unterwegs ist, kann die panischen Schreie aus dem „Hell on Wheels“ nicht überhören. PETAs realistisch gestalteter Schweinetransport-LKW, der so aussieht, als befänden sich darin lebende Tiere, spielt reale Tonaufnahmen von Schweinen ab, die auf dem Weg zum Schlachthof in Todesangst schreien. Mit der Botschaft „Stört Sie das? Dann leben Sie vegan“ konfrontiert das freiwillige PETA Streetteam Heidelberg Passantinnen und Passanten mit dem Tierleid in der Fleischindustrie und ruft dazu auf, sich für eine vegane Lebensweise zu entscheiden.

Details zur Aktion:
Datum: Sonntag, 23. August 2026
Uhrzeit: 14:00 bis 15:30 Uhr
Ort: Universitätsplatz, Grabengasse 1, 69117 Heidelberg-Altstadt
Kontakt vor Ort: Heike Kraus-Henn (Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)

„Für jedes Stück Fleisch wurde ein empfindungsfähiges Individuum nach einem kurzen, entbehrungsreichen Leben für seine oft stundenlange Todesfahrt in einen Transporter gezwängt“, erklärt Streetteam-Leitung Heike Kraus-Henn. „Unser LKW ‚Hell on Wheels‘ ist ein Appell an alle Menschen, diese grausame Ausbeutung nicht mehr zu unterstützen und vegan zu leben.“

Grausame Praktiken in der Schweinehaltung

Für Schweine in der tierhaltenden Landwirtschaft beginnt das Leid lange vor ihrer Tötung. Ferkeln werden oftmals die Schwänze abgeschnitten, ihre Zähne mit Zangen gekürzt und die männlichen Tiere in einer traumatisierenden Prozedur kastriert. Nach rund sechs Monaten folgt der Transport: Auf engem Raum eingepfercht legen die Tierkinder unter massivem Stress, häufig mit Schmerzen und bei fast jeder Witterung teils Hunderte Kilometer zurück. Verletzungen, Herzinfarkte, Hitzestress, Durst und Kälte sind keine Seltenheit. Im Schlachthof betäuben Mitarbeitende die Tiere mittels Strom oder Gas. CO₂-Gas löst schmerzhafte Erstickungserscheinungen und damit einen Todeskampf aus – und auch die Strombetäubung ist fehleranfällig. Fehlbetäubungen sind an der Tagesordnung und führen dazu, dass Schweinen die Kehle bei Bewusstsein durchtrennt wird.

PETA legt strategischen Ausstiegsplan vor

Die tierhaltende Landwirtschaft tötet allein in Deutschland jedes Jahr rund 750 Millionen fühlende Lebewesen und gehört zu den ressourcenintensivsten und umweltschädlichsten Wirtschaftszweigen unserer Zeit. [1] Eine Agrarwende hin zur tierfreien Landwirtschaft könnte das Leben künftiger Generationen sichern sowie die Folgen der Klimakatastrophe abmildern. PETA hat deshalb Ende Mai 2025 einen Strategieplan zum Ausstieg aus der Tierwirtschaft veröffentlicht und fordert die Politik damit zum Handeln auf. Die Tierrechtsorganisation zeigt anhand konkreter Schritte, wie der Umstieg auf veganen Ökolandbau gelingen kann. Pflanzliche Nahrungsmittel sparen im Vergleich zu tierischen Produkten zahlreiche Ressourcen ein und können weitaus umweltschonender hergestellt werden.

PETA Streetteam Heidelberg ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Tierschutzorganisation PETA Deutschland einsetzen.

Ein Truck von PETA, auf dem Bilder von Schweinen auf dem Weg ins Schlachthaus gedruckt sind.

Das Bild kann hier heruntergeladen und für die Berichterstattung verwendet werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] Shepon et al. (2018): The opportunity cost of animal based diets exceeds all food losses. Online abrufbar unter: https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.1713820115. (16.07.2026).

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