Eine Forschergruppe der Universität Bonn wollte für einen sogenannten Parabiose-Versuch Mäuse aneinandernähen. Dabei werden zwei Tiere miteinander verbunden, um die Auswirkungen eines gemeinsamen Blutkreislaufs zu untersuchen. Die Genehmigung dafür wurde zurückgezogen, daraufhin klagte die Forschungsgruppe vor dem Verwaltungsgericht Köln dagegen – und verlor im gestrigen Prozess. Sabrina Engel, PETA-Fachreferentin für den Bereich Tierversuche, kommentiert:
„Zwei Mäuse aneinanderzunähen klingt wie aus dem Drehbuch für einen Horrorfilm – und wurde zurecht in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr genehmigt. Umso irritierender ist es, dass ausgerechnet eine Universität, die sich auf die Fahne schreibt, Tierversuche möglichst zu ersetzen, zu reduzieren und das Leid der Tiere zu minimieren, einen solchen Versuch durchsetzen will. Tiere dürfen nicht für Experimente zu Forschungsinstrumenten degradiert werden. Dieses Beispiel zeigt, was sich hinter Forschungsvorhaben verbergen kann, die eine Universität als ,verantwortungsvoll’ deklariert.“

Das Statement kann auch in gekürzter Form verwendet werden.
Das Bild von Sabrina Engel senden wir auf Anfrage gerne zu.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
