Laut einem Medienbericht entdeckte eine Frau am 18. August drei Welpen in einer Transportbox neben Mülltonnen an einem Parkplatz an der A92. Die neun Wochen alten Tierkinder waren unterernährt, stark von Parasiten befallen und verletzt. An der Box befand sich ein Zettel mit der Aufschrift: „Bitte kannst du uns retten. Neue Leben bitte. Wir komen von Müll.“ Die Finderin brachte die Welpen zu einem Tierarzt, der sie aufgrund der Verletzungen an eine Tierklinik überwies. Anschließend nahm das Tierheim in Mintraching die Welpen auf und versorgte sie weiter. Sie erhielten die Namen Lea, Lennox und Lenny.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder bei der Tierrechtsorganisation zu melden: telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail – auch anonym.
„Wir wollen aufklären, wer Lea, Lennox und Lenny einfach zurückgelassen und damit ihren Tod in Kauf genommen hat. Auch muss geklärt werden, woher die Welpen stammen. Eine solche Tat kann bei den betroffenen Tieren schwere körperliche und psychische Leiden verursachen und darf nicht folgenlos bleiben“, so Jana Hoger, Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA. „Wir hoffen auf zielführende Hinweise aus der Bevölkerung, damit die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.“
Ob die Welpen aus dem illegalen Tierhandel stammen, ist bislang unklar. Bayern verzeichnete 2025 33 aufgedeckte Fälle, 183 Hunde und Katzen aus illegalem Handel wurden in Sicherheit gebracht. Damit entfielen mehr als 40 Prozent aller bundesweit registrierten Fälle auf den Freistaat. Als Hauptgrund gilt Bayerns Lage an wichtigen Transportrouten, über die Tiere aus Osteuropa nach Deutschland gebracht werden.
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
