Grenzpolizeiinspektion Waidhaus deckt illegalen Welpentransport auf: Rund acht Wochen altes Hundebaby in Sicherheit gebracht – PETA fordert, Onlinehandel mit Lebewesen zu stoppen

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Einem Medienbericht zufolge deckte die Grenzpolizeiinspektion Waidhaus in der Nacht auf Freitag einen illegalen Welpentransport auf. Bei der Kontrolle eines aus Moldau stammenden Kleintransporters entdeckten die Beamten einen erst rund acht Wochen alten Welpen. Die genaue Prüfung der Papiere habe ergeben, dass der Impfausweis des Tieres manipuliert war. Außerdem hätten die gesetzlich vorgeschriebenen Impfungen für die Einreise nach Deutschland gefehlt. Noch in der Nacht wurde eine Tierrettung alarmiert, die das Hundebaby aufnahm. Laut dem Bericht erwarten den Fahrer des Kleintransporters nun strafrechtliche Ermittlungen wegen Urkundenfälschung sowie Anzeigen nach dem Tierschutzgesetz.

„Der illegale Welpenhandel läuft ungebremst weiter: Allein auf den größten Internetplattformen werden derzeit tausende Welpen zum Kauf angeboten. Viele von ihnen wurden illegal nach Deutschland gebracht, viel zu früh von ihrer Mutter getrennt oder leiden unter teils lebensgefährlichen Krankheiten“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Bereits mehr als 60 Prozent des Handels mit Hundewelpen in der EU läuft über Onlineplattformen.“

Wien setzt Zeichen gegen Welpenhandel: Strafen auch für Käufer illegal gehandelter Tiere

In Wien gilt seit der letzten Tierschutzgesetznovelle, dass auch der Kauf von Welpen aus illegalem Handel unter Strafe gestellt wird. Käufer von illegal gehandelten Tieren müssen mit Strafen von bis zu 3.750 Euro rechnen. PETA appelliert an die deutsche Bundesregierung, diesem Beispiel zu folgen – denn nur so kann das Tierleid effektiv beendet werden.

EU beschließt Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht

Auch auf EU-Ebene wächst der Druck gegen den illegalen Welpenhandel: Künftig sollen alle Hunde per Mikrochip gekennzeichnet und in einer zentralen Datenbank registriert werden, unter anderem, um anonyme Verkäufe zu erschweren. Für bereits gehaltene Tiere gilt eine Übergangsfrist von zehn Jahren. Danach ist die Registrierung für alle Hunde verpflichtend.

Welpenhandel ist kein Einzelfall

Noch immer floriert das Geschäft mit Tierbabys über Internetportale. Händler verlangen für die Welpen häufig mehrere tausend Euro. Nach der Kontaktaufnahme über Onlineportale werden die Tiere oft mit gefälschten Heimtierausweisen an ihre neuen Halter verkauft. Häufig kommen die Hundekinder aus Osteuropa. Dort harren Hundemütter auf „Welpenfarmen“ tagtäglich, teils ohne Tageslicht, in engen Käfigen in ihren eigenen Fäkalien aus. Viele von ihnen leiden an schmerzhaften Hautkrankheiten. Die Mütter werden in ihrem kurzen Leben in dieser Branche nur für einen Zweck missbraucht: immer wieder Welpen zu gebären. Sind sie für die Züchter nicht mehr „produktiv“ genug oder zu alt, werden sie in der Regel getötet oder ausgesetzt. Ihre im Internet angebotenen Kinder sind oftmals schwer krank, verwurmt, ohne Impfschutz und voller Parasiten. Die Transporte aus fernen Ländern nach Deutschland schwächen die Welpen zusätzlich.

Um PETA bei der Aufdeckung von illegalem Welpenhandel zu unterstützen, können Verdachtsfälle direkt über die Welpenhandel-Meldeseite der Tierrechtsorganisation gemeldet werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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