Termineinladung: PETA Streetteam protestiert am Samstag in der Karlsruher Innenstadt gegen Tierhaltung in Zoos

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Ob „Überschuss-Tötungen“,  verhaltensgestörte Tiere, das Verstümmeln von Vögeln, die Misshandlungen von Elefanten oder das das Einsperren von Eisbären: Zoos und Tierparks bedeuten Tierleid. Das freiwillige PETA Streetteam Karlsruhe demonstriert daher am Samstag von 13:30 bis 15:30 Uhr in der Karlsruher Innenstadt an der Kaiserstraße/Ecke Waldstraße. Die Aktiven fordern, die Zucht und Gefangenhaltung aller Tiere in Zoos und Tierparks auslaufen zu lassen.

Details zur Aktion:
Datum: Samstag, 10. Oktober 2026
Uhrzeit: 13:30 bis 15:30 Uhr
Ort: Kaiserstraße/Ecke Waldstraße, 76133 Karlsruhe
Demoaufbau: Die Aktiven tragen Tierkostüme und Ketten. Mit Schildern und Bannern machen sie auf das Leid der Tiere in Zoos aufmerksam.
Kontakt vor Ort: Bettina Nedoschil (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)

„Dass fühlende Individuen noch immer zur bloßen Unterhaltung von Menschen lebenslänglich eingesperrt und gedemütigt werden, ist beschämend“, so Streetteam-Leitung Bettina Nedoschil. „Immer mehr Menschen sprechen sich daher gegen Zoos und Tierparks aus.“ 

Fachleute bestätigen: Eisbärenhaltung in Gefangenschaft nicht artgerecht möglich

Der Karlsruher Zoo züchtet weiterhin Eisbären. Dabei sind namhafte Fachleute überzeugt, dass Eisbären in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können. Die Diskrepanz zwischen den Bedingungen in ihrem natürlichen Lebensraum und denen im Zoo ist zu groß. [1; 2] In freier Natur wandern Eisbären jedes Jahr Hunderte bis Tausende Kilometer. Können sie sich nicht artgemäß bewegen, entwickeln sie auffällige Stereotypien. Diese werden in sich ständig wiederholenden Bewegungsabläufen sichtbar. Schon mehrfach veröffentlichte PETA Videomaterial, das schwere Zwangsstörungen bei den Tieren belegt.

Zoos bedeuten Tierleid

PETA setzt sich grundsätzlich für ein Ende der Zucht und Haltung von Tieren in Zoo-Gefangenschaft ein. Kein noch so großes oder für die Besucher optisch ansprechendes Zoogehege kann die Bedürfnisse der Tiere auch nur annähernd erfüllen. Auch mit Artenschutz hat das Einsperren von Tieren in Zoos nach Ansicht der Tierrechtsorganisation nichts zu tun. Auswilderungen finden bei den allermeisten Tierarten nicht statt – in Gefangenschaft haben die Tiere nahezu keine Möglichkeit, Verhaltensweisen, die für ein Überleben in der Natur unverzichtbar sind, zu erlernen. Zudem erfüllen Zoos nach Auffassung von PETA keinen Bildungsauftrag: Das Publikum lernt durch die Zurschaustellung von Tieren in Gefangenschaft nichts über ihr natürliches Verhalten. Die bei vielen Tierarten in Zoos auftretenden Verhaltensstörungen werden dagegen vermehrt als normale Verhaltensweisen angesehen. PETA fordert daher, finanzielle Mittel in den Schutz der natürlichen Lebensräume statt in die Nachzucht und Haltung von Tieren in Zoos zu investieren und die Haltung und Zucht von Tieren in Zoos auslaufen zu lassen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] Clubb, R. & Mason, G. (2003). Animal Welfare: Captivity effects on wide-ranging carnivores, Nature, online abrufbar unter: https://www.nature.com/articles/425473a. (07.10.2026).
[2] Klages, R. (2018): Eisbären gehören nicht in Zoos. In: Der Tagesspiegel, online abrufbar unter: https://www.tagesspiegel.de/wissen/tierschutz-eisbaeren-gehoeren-nicht-in-zoos/20917616.html. (07.10.2026).

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