Laut einem Medienbericht haben Unbekannte eine hochschwangere Hündin am Altbacher Bahnhof ausgesetzt. Gefunden wurde die werdende Mutter bereits am 7. Juli. Passanten hätten sie am Morgen gesehen und sich zunächst nichts dabei gedacht. Als die Vierbeinerin am Mittag noch immer dort angebunden saß, verständigten sie die Polizei. Mittlerweile befindet sich die Hündin im Esslinger Tierheim, wo sie den Namen Rosalie erhielt. Da bereits die Milchproduktion begonnen habe und auch der Bauch schon relativ groß sei, werde sie vermutlich zeitnah ihre Kinder gebären. Das Tierheim rechne mit neun oder zehn Hundebabys. Zudem hat das Tierheim Anzeige erstattet und hofft auf Hinweise auf die ehemaligen Halter.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder bei der Tierrechtsorganisation zu melden: telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail – auch anonym.
„Wir wollen aufklären, wer Rosalie hochschwanger einfach am Bahnhof ausgesetzt und sich selbst überlassen hat. Eine solche Tat kann bei den betroffenen Tieren schwere körperliche und psychische Leiden verursachen und darf nicht folgenlos bleiben“, so Monic Moll, Fachreferentin bei PETA. „Wir hoffen auf zielführende Hinweise aus der Bevölkerung, damit die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.“
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
