Tierquäler gesucht: Laut einem Medienbericht haben Unbekannte eine betagte, kranke Hündin nahe einer Gaststätte in der Werner Straße in einem Karton ausgesetzt. Die Mopshündin sei am Dienstag, 20. Oktober, gegen 10 Uhr gefunden und zur Polizeiwache gebracht worden. Eine tierärztliche Untersuchung habe mehrere schwere Erkrankungen festgestellt. Ihr Zustand sei so schlecht gewesen, dass nur noch ihr Leid beendet werden konnte. Sie wurde auf mindestens10 bis 15 Jahre geschätzt. PETA wird Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Dortmund erstatten. Hinweise nimmt die Polizei in Werne unter 02389 921-3420 oder 02303 921-0 oder per E-Mail an [email protected] entgegen.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich entweder bei der Polizei, oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.
„Wir möchten helfen aufzuklären, wer die Hündin einfach in einem Karton zurückgelassen und damit ihren qualvollen und einsamen Tod in Kauf genommen hat. Dass die Hündin noch kurz vor ihrem Tod ein solch traumatisches Erlebnis erleiden musste, muss Konsequenzen haben“, so Jana Hoger, Tierpsychologin und Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA. „Die haltende Person hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und stattdessen ein Tierheim um Hilfe bitten müssen. Den Vierbeiner einfach sich selbst überlassen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.“
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistungen unterlassen.
Adoptieren statt kaufen
Hunde beim Züchter zu kaufen, verschärft die Notsituation von heimatlosen Tieren. In deutschen Haushalten leben bereits über 10,5 Millionen Hunde [1]. Um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“ zu befriedigen, „produzieren“ Züchter jedoch weiterhin reichlich Nachwuchs – dabei werden jährlich allein in Deutschland insgesamt etwa 350.000 Tiere im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt. 25 bis 30 Prozent der Tiere bleiben ein Jahr oder länger im Tierheim. PETA appelliert daher an alle Tierfreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
