Biblis: Unbekannte trennen über 50 Hühnern die Köpfe ab und nehmen ihre Körper mit – PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise

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Tierquäler gesucht: Laut einem Medienbericht sind Unbekannte in der Nacht auf Montag in einen landwirtschaftlichen Betrieb im Ortsteil Nordheim eingedrungen. Sie verschafften sich Zugang zu dem umzäunten Freilaufbereich der Hühner und trennten über 50 Tieren die Köpfe ab. Ihre Körper wurden mitgenommen, die Köpfe blieben am Tatort zurück. Die Polizei ermittelt und bittet um Hinweise.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Wir möchten helfen, diese schreckliche Tat aufzuklären. Für den oder die Täter fordern wir strenge juristische Konsequenzen, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen“, so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin bei PETA. „Immer wieder werden unbeaufsichtigte Tiere Opfer von Gewalt. Doch auch im System der landwirtschaftlichen Tierhaltung werden sie meist schon nach kurzer Zeit im Schlachthaus getötet – ganz gleich, in welcher Haltungsform. Wer echtes Mitgefühl zeigen möchte, lebt vegan.“

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf.

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