Dem tödlichen Hitzschlag entkommen: Laut einer Meldung in den Sozialen Medien entdeckten Parkgäste am Sonntag, den 5. Juli, einen Hund in einem verschlossenen Fahrzeug, das ungeschützt in der prallen Sonne stand. Das Tier soll regungslos und mit flacher Atmung im Wagen gelegen haben. Daraufhin schlugen Zeugen eine Scheibe ein und befreiten den Hund. Dem Bericht zufolge versorgten der Sanitätsdienst des Parks sowie die Tierrettung Essen den stark dehydrierten Vierbeiner umgehend, kühlten ihn und überwachten seine Temperatur. Trotz erster Rettungsmaßnahmen soll er neurologische Auffälligkeiten gezeigt haben. Zur weiteren Behandlung wurde er in eine Tierklinik gebracht, wo er stationär aufgenommen wurde. Laut Zeugen soll sich der Hund von etwa 11 bis 19 Uhr in dem geschlossenen Fahrzeug befunden haben. Der Fall wird nun vom Veterinäramt der Stadt Bottrop bearbeitet. Die Behörde hat ein Verfahren eingeleitet. Auch PETA hat Strafanzeige gegen den Halter des Hundes erstattet. An den Movie Park Bottrop appelliert die Organisation, das frühere Dog Hotel für die vierbeinigen Begleiter von Parkgästen wiederzueröffnen.
„Viele Hundehalterinnen und -halter unterschätzen die Auswirkungen der Sonne. In den überhitzten Fahrzeugen werden die Vierbeiner schnell unruhig, kratzen an den Fenstern und geraten in Panik – was die ohnehin kritische Situation zusätzlich verschärft. Für sie kommt dann oft jede Hilfe zu spät“, so Björn Thun, Fachreferent bei PETA. „Wer einen Hund bei hohen Außentemperaturen über Stunden in einem geschlossenen Auto zurücklässt, handelt grob verantwortungslos und riskiert schwerste gesundheitliche Schäden oder sogar den Tod des Tieres. Die Verantwortlichen müssen mit einer Strafanzeige rechnen.“
Brenzlige Situationen vermeiden und im Ernstfall schnell handeln
Bei hohen Temperaturen entwickelt sich in kleinen Räumen wie Gartenlauben sowie auf Balkonen oder in Fahrzeugen schnell starke Hitze. Hunde sollten sich in dieser Zeit auf gar keinen Fall über eine längere Zeit dort aufhalten, denn sonst droht Lebensgefahr für die Vierbeiner. Auch ein schattiger Platz auf einem Balkon sorgt nicht für Abkühlung. Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen haben und sich hauptsächlich über Hecheln abkühlen, erleiden sie im heißen Wageninneren schnell irreparable Organschäden oder einen Herzstillstand.
Entdecken Menschen an einem warmen Tag einen Hund im Auto oder eingesperrt auf einem Balkon oder in einer Gartenlaube, ist schnelles Handeln gefragt. Sollten die Halter nicht auffindbar sein, muss umgehend die Polizei gerufen werden. Befindet sich der Hund bereits in Todesgefahr – Anzeichen dafür sind Taumeln, eine dunkle Zunge, glasige Augen, starkes Hecheln oder Erbrechen – sollten Tierfreunde in Betracht ziehen, die Scheibe am Auto einzuschlagen. Dies kann unter Umständen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, allerdings sind PETA keine Fälle bekannt, in denen rechtliche Folgen für Tierretter entstanden sind. Sollte das Auto auf einem Supermarktparkplatz stehen und das Tier noch außer Gefahr sein, lässt sich der Fahrzeughalter ausrufen. Kann der Hund aus dem Auto oder von dem Balkon befreit werden, sind sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen erforderlich. Auch wenn sich der Zustand des Tieres durch die Versorgung scheinbar verbessert, muss der Hund wegen möglicher Folgeschäden der inneren Organe umgehend tierärztlich untersucht werden.

Das druckfähige Motiv kann hier heruntergeladen werden.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
