Dortmund: Zwei Hunde bei Hitze im Auto zurückgelassen – PETA erstattet Strafanzeige gegen verantwortliche Person

Hitzeentwicklung-im-Auto-Tabelle

Einem Medienbericht zufolge wurden zwei Hunde am Dienstagmittag, 26. Mai, in einem geparkten Auto in Dortmund zurückgelassen. Zwei Passanten entdeckten die Tiere und alarmierten Polizei und Feuerwehr. Die Einsatzkräfte befreiten die Hunde aus dem Fahrzeug; die Halterin traf kurz darauf ein – sie hatte offenbar einen Termin in der Stadt wahrgenommen. Zum Zeitpunkt der Meldung herrschte eine Außentemperatur von über 31 Grad. Gegen die Hundehalterin wird wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. PETA hat bei der Staatsanwaltschaft Dortmund Strafanzeige gegen die Frau erstattet (Az. 114/26 FD).

„Viele Hundehalterinnen und -halter unterschätzen die Auswirkungen der Sonne. In den überhitzten Fahrzeugen werden die Vierbeiner schnell unruhig, kratzen an den Fenstern und geraten in Panik – was die ohnehin kritische Situation zusätzlich verschärft. Für sie kommt dann oft jede Hilfe zu spät“, so Björn Thun, Fachreferent bei PETA. „Wer einen Hund bei hohen Außentemperaturen einsperrt, riskiert das Leben des Tieres und muss mit einer Strafanzeige rechnen.“

Der Vorfall in Dortmund ist nur einer von vier öffentlich bekanntgewordenen Fällen von Hunden in heißen Fahrzeugen in Deutschland innerhalb weniger Tage. In Saalfeld bemerkten Zeugen am 23. Mai einen im PKW zurückgelassenen Vierbeiner. [1] Die Polizei in Bamberg rettete am 24. Mai einen Hund aus einem Wohnmobil. [2] In Füssen wurden am 26. Mai zwei Hunde aus einem überhitzen Auto befreit. [3] Auch in diesen Fällen hat die Tierrechtsorganisation Strafanzeigen gegen die verantwortlichen Personen erstattet.

Brenzlige Situationen vermeiden und im Ernstfall schnell handeln

Bei hohen Temperaturen entwickelt sich in kleinen Räumen wie Gartenlauben sowie auf Balkonen oder in Fahrzeugen schnell starke Hitze. Hunde sollten sich in dieser Zeit auf gar keinen Fall über eine längere Zeit dort aufhalten, denn sonst droht Lebensgefahr für die Vierbeiner. Auch ein schattiger Platz auf einem Balkon sorgt nicht für Abkühlung. Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen haben und sich hauptsächlich über Hecheln abkühlen, erleiden sie im heißen Wageninneren schnell irreparable Organschäden oder einen Herzstillstand.

Entdecken Menschen an einem warmen Tag einen Hund im Auto oder eingesperrt auf einem Balkon oder in einer Gartenlaube, ist schnelles Handeln gefragt. Sollten die Halter nicht auffindbar sein, muss umgehend die Polizei gerufen werden. Befindet sich der Hund bereits in Todesgefahr – Anzeichen dafür sind Taumeln, eine dunkle Zunge, glasige Augen, starkes Hecheln oder Erbrechen – sollten Tierfreunde in Betracht ziehen, die Scheibe am Auto einzuschlagen. Dies kann unter Umständen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, allerdings sind PETA keine Fälle bekannt, in denen rechtliche Folgen für Tierretter entstanden sind. Sollte das Auto auf einem Supermarktparkplatz stehen und das Tier noch außer Gefahr sein, lässt sich der Fahrzeughalter ausrufen. Kann der Hund aus dem Auto oder von dem Balkon befreit werden, sind sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen erforderlich. Auch wenn sich der Zustand des Tieres durch die Versorgung scheinbar verbessert, muss der Hund wegen möglicher Folgeschäden der inneren Organe umgehend tierärztlich untersucht werden.

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Das druckfähige Motiv kann hier heruntergeladen werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] Ostthüringer Zeitung (27.05.2026): Halter lassen ihren Hund im Auto auf dem Parkplatz der Feengrotten zurück. Online abrufbar unter: https://www.otz.de/lokales/saalfeld-rudolstadt/article412101955/halter-lassen-ihren-hund-im-auto-auf-dem-parkplatz-der-feengrotten-zurueck.html. (03.06.2026).
[2] Nordbayern.de (25.05.2026): Bei brütender Hitze: Hund in Franken in Wohnmobil eingeschlossen – Polizei greift ein. Online abrufbar unter: https://www.nordbayern.de/franken/bamberg/polizeibericht/bei-brutender-hitze-hund-in-franken-in-wohnmobil-eingeschlossen-polizei-greift-ein-1.15128411. (03.06.2026).
[3] Nordbayern.de (24.05.2026): Lebensbedrohliche Situation: Polizei befreit Hunde aus überhitztem Auto – immer wieder Vorfälle. Online abrufbar unter: https://www.nordbayern.de/polizeiberichte/lebensbedrohliche-situation-polizei-befreit-hunde-aus-uberhitztem-auto-immer-wieder-vorfalle-1.15127635. (03.06.2026).

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