Dresdner will Handel mit Großkatzen vor Oberverwaltungsgericht erklagen – PETA: „Es ist Zeit, dem Wildtierhandel endlich den gesetzlichen Riegel vorzuschieben“  

PETA Mitarbeiter Portrait Bjoern Thun

Medienberichten zufolge entscheidet derzeit das Oberverwaltungsgericht in Bautzen über die Klage eines Dresdners, der gewerbsmäßigen Handel mit Großkatzen betreiben will. Zuvor klagte der Mann erfolglos vor dem Verwaltungsgericht in Dresden, nachdem 2019 sein Antrag zum Handel mit „exotischen“ Tieren von der Landeshauptstadt Dresden abgelehnt wurde. Auch in Nordrhein-Westfalen scheiterte er bereits im vorigen Jahr mit einem ähnlichen Vorhaben vor dem Mindener Verwaltungsgericht. Laut Medienberichten seien die Anträge bisher unter anderem aufgrund nicht ausreichend nachgewiesener Sachkunde abgelehnt worden, auch die sachgerechte Unterbringung der Raubkatzen in Notfällen könne er nicht garantieren. Björn Thun, Fachreferent bei PETA, kommentiert:

„Das Oberverwaltungsgericht in Bautzen darf dem Dresdner in keinem Fall den Handel mit Großkatzen gestatten. Eine Haltung von Wildtieren ist niemals tiergerecht möglich und kann schnell gefährlich werden: Erst Mitte Mai brach in Sachsen ein Tiger aus einer Gartenanlage der ehemaligen Zirkus-Dompteurin Carmen Zander aus, verletzte einen Menschen schwer und wurde erschossen. Der Vorfall zeigt deutlich, wohin diese verantwortungslose Praxis führt. Großkatzen gehören nicht in private Gehege gesperrt, sondern in ihren natürlichen Lebensraum. Solange die Bundesregierung den Handel mit und die Haltung von Wildtieren zulässt, trägt sie Mitverantwortung für vermeidbares Tierleid und vermeidbare Gefahren für die Bevölkerung. Es ist höchste Zeit, diesem Geschäftsmodell endlich den gesetzlichen Riegel vorzuschieben.“

PETA Mitarbeiter Portrait Bjoern Thun

Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann. Ein Bild von Björn Thun senden wir auf Anfrage gerne zu.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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