Ein Jahr nach den Paviantötungen in Nürnberg fordert PETA: „Jetzt müssen endlich rechtliche Konsequenzen folgen!“

Die Tötung von zwölf gesunden Guinea-Pavianen im Tiergarten Nürnberg am 29. Juli 2025 sorgte bundesweit für Entsetzen und führte zu Hunderten Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen. [1] Auch PETA erstattete Strafanzeige. Ein Jahr später steht die juristische Aufarbeitung noch immer aus. Die Tierrechtsorganisation fordert eine Entscheidung mit Signalwirkung für den Schutz aller Tiere in Zoos. Dr. Yvonne Würz, Biologin und PETAs Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche, kommentiert:

„Die Tötung der Paviane war eine bewusst getroffene Entscheidung und eine gezielte Provokation. Wer fühlende Lebewesen wegen fehlgeleiteter Zuchtpraktiken tötet, kann sich nicht hinter dem Begriff ‚Populationsmanagement‘ verstecken. Es müssen endlich rechtliche Konsequenzen folgen. Andernfalls droht dieser Skandal zum Freifahrtschein für Zoos in ganz Deutschland zu werden und damit den Schutz von Tieren massiv zu schwächen. Jetzt ist die Justiz gefordert, klarzustellen: Zoos haben auch in Bezug auf ‚unerwünschte‘ Tiere kein Recht auf Mord.“

Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann. Ein Bild von Dr. Yvonne Würz senden wir auf Anfrage gerne zu.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] BR24 (31. August 2025): Getötete Paviane: Tierschutz-Influencer erhebt schwere Vorwürfe. Online abrufbar unter: https://www.br.de/nachrichten/bayern/getoetete-paviane-tierschutz-influencer-erhebt-schwere-vorwuerfe,UvYErpz. (24.07.2026).

Kontakt

Kontakt
Kopieren