Korrektur: Die Influencer haben die Elefanten nicht in einem Studio, sondern vor einer Studio-Kulisse auf dem „Elefantenhof Platschow“ präsentiert.

Klicks auf Kosten der Tiere: Influencer präsentieren Elefanten im Livestream – PETA: „Wildtiere sind keine buchbaren Accessoires“

Die Influencer Jordan und Semih hatten für ihren Livestream am Mittwochabend einen Elefanten gemietet und vor einer Studio-Kulisse präsentiert. Dabei handelte es sich um ein Tier des „Elefantenhof Platschow“ – einer Zirkusdompteurs-Familie, die in einer stationären Einrichtung Tiere zur Schau stellen. Zudem bieten sie die Elefanten für Veranstaltungen wie beispielsweise Fotoshootings an. Biologin Dr. Yvonne Würz, Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA, kommentiert:

„Dass im Jahr 2026 noch immer Elefanten an Influencer ‘vermietet’ werden, ist ein Armutszeugnis. Ein hochsensibles Tier für Reichweite und Klicks zur lebenden Kulisse zu machen, hat mit verantwortungsvoller Unterhaltung nichts zu tun. Besonders kritisch sehen wir, dass der eingesetzte Elefant offenbar vom Elefantenhof Platschow stammt, der wegen seines Umgangs mit den Tieren wiederholt in der Kritik steht. Wildtiere sind keine buchbaren Accessoires für den nächsten viralen Moment, sondern fühlende Individuen mit komplexen Bedürfnissen. Wer sie für Content instrumentalisiert, nimmt ihr Leid für die eigene Selbstdarstellung billigend in Kauf.“

Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann. Das Bild von Dr. Yvonne Würz senden wir auf Anfrage gerne zu.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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