Eine Katze zieht ein: PETA-Experte gibt Tipps für eine stressfreie Eingewöhnung

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Reibungsloser Start ins gemeinsame Leben: Eine Katze aus dem Tierheim oder dem Tierschutzverein zu adoptieren, ist für Mensch und Tier ein ganz besonderes Erlebnis. Der Einzug in das neue Zuhause bedeutet aber auch eine große Veränderung, die mit Sorgfalt und Geduld begleitet werden sollte. Damit sich die Katze schnell wohlfühlt, gibt es einige Tricks, die helfen, gut im Alltag anzukommen. Björn Thun, Fachreferent bei PETA, hat hilfreiche Tipps für eine bedürfnisgerechte und harmonische Eingewöhnungsphase zusammengestellt.

„Die Adoption einer Katze kann ganz wundervoll sein und ist eine Bereicherung für Mensch und Tier, wenn sie mit ausreichender Vorbereitung einhergeht“, so Björn Thun. „Katzen sind oftmals sehr sensibel und lieben Routinen – wir Menschen müssen darauf eingehen und ihnen genau diese schaffen. Besonders wichtig ist es, ihnen ausreichend Zeit zur Anpassung zu geben und sich bereits im Vorfeld zu fragen, ob die eigenen Lebensumstände den Bedürfnissen einer Katze gerecht werden.“

Eine Katze kommt ins neue Zuhause – was gilt es zu beachten?

Bevor die Entscheidung für eine Katze als neuen tierischen Mitbewohner fällt, müssen zunächst folgende Fragen geklärt werden:

  • Welche Erwartungen werden an die Aufnahme eines Tieres gestellt?
  • Wurde im Vorfeld genug Zeit investiert, um sich mit der Haltung von Katzen auseinanderzusetzen und mit ihren Bedürfnissen und typischen Verhaltensweisen vertraut zu machen?
  • Sind alle betroffenen Personen mit der Entscheidung einverstanden?
  • Hat eine Person im näheren Umfeld eine Tierhaarallergie?
  • Kann die lebenslange Verantwortung – mitunter bis zu 20 Jahre – wirklich übernommen werden?
  • Sind die finanziellen Mittel vorhanden, das Tier grundsätzlich und insbesondere im Krankheitsfall zu versorgen?
  • Aus welchem Tierheim oder Tierschutzverein soll adoptiert werden und ist es möglich, sich mit Sorgen oder Problemen an den Verein zu wenden?
  • Gibt es die Möglichkeit, die Katze vorher ausreichend kennenzulernen und eine gemeinsame Probezeit im neuen Zuhause?
  • Wie kann die Urlaubsgestaltung gemeinsam mit dem tierischen Mitbewohner aussehen oder gibt es Menschen im Umfeld, die während Reisen auf das Tier aufpassen können und möchten?

Sind diese Fragen geklärt, steht der Adoption einer Katze als neues Familienmitglied nichts mehr im Wege.

Tipps für einen stressfreien Start ins gemeinsame Familienleben

  • Erstausstattung: Katzen lieben abwechslungsreiches Spielzeug und Beschäftigungsmöglichkeiten. Zudem sollten ausreichend Kratzmöglichkeiten zur Krallenpflege angeboten werden. Außerdem ist vor dem Einzug zu klären, welche Nahrung das Tier zuvor im Tierheim oder Tierschutzverein bekommen hat. Idealerweise wird diese mitgenommen oder im Vorfeld gekauft, damit keine Umstellung stattfinden muss. Da Katzen schnell Magenprobleme bekommen, ist es ratsam, eine Nahrungsumstellung nur schrittweise vorzunehmen. Am besten erhalten die Tiere ihre Verpflegung in flachen Schalen oder auf Tellern aus Keramik. Auch empfiehlt sich die Faustformel: Immer eine Katzentoilette mehr als die Anzahl der im Haushalt lebenden Katzen.
  • Gemütliche Schlafplätzchen einrichten: Katzen sind aufmerksame Beobachter. Sie brauchen aber ebenso Plätze, an denen sie sich komplett zurückziehen und entspannen können. Die Rückzugsorte sollten mit allen im Haushalt lebenden Personen abgesprochen und als solche respektiert werden.
  • Geduld, Ruhe und langsame Gewöhnung an die neue Umgebung: Es empfiehlt sich, die Katze ein Zimmer nach dem anderen in ihrem eigenen Tempo erkunden zu lassen. Sie sollte in einem ruhigen Raum ankommen und diesen zuerst entdecken dürfen. So wird sichergestellt, dass das Tier in der Anfangszeit weniger Stress hat und sich in Ruhe an das neue Zuhause gewöhnen kann.
  • Feste Routinen: Katzen lieben Routinen. Regelmäßige Zeiten für die Nahrungsaufnahme sowie feste Spiel- und Ruhephasen, an denen sie sich orientieren können, helfen den Tieren. Um Katzenkinder an Stubenreinheit zu gewöhnen, ist es hilfreich, sie nach dem Essen und Spielen regelmäßig in die Katzentoilette zu setzen – so gewöhnen sie sich schnell an die Benutzung.
  • Sozialisierung: Besonders Kitten und Wohnungskatzen sollten idealerweise nicht allein vermittelt werden, sondern zu zweit ins neue Heim einziehen. So haben die Katzen einen Sozialpartner und sind nicht allein, wenn die Menschen mal nicht zu Hause sind. Auch empfiehlt sich eine langsame Gewöhnung an alle Familienmitglieder oder bereits im Haushalt lebende Tiere. Dabei hilft es, ruhig und freundlich mit dem neuen tierischen Mitbewohner zu sprechen.
  • Katzensicheres Zuhause: Es ist ratsam, gefährliche Gegenstände wie lose Kabel oder giftige Pflanzen zu entfernen und auch den Balkon katzensicher einzuzäunen.
  • Spielen schafft Bindung: Es ist wichtig, ausreichend Zeit für das Spielen mit der Katze einzuplanen. Dies stärkt die Bindung zwischen Mensch und Tier.

PETA wünscht allen Menschen, die sich für die Adoption einer Katze entschieden haben, eine entspannte erste Zeit mit ihrem neuen Familienmitglied!

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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